Familienhunderassen - ein Überblick

Es gibt viele Hunderassen in Deutschland, die zu den beliebtesten Familienhunderassen gehören. Bei der Auswahl seines eigenen Hundes sind deshalb einige wichtige Aspekte zu beachten.


Immer mehr Familien mit Kindern wünschen sich einen Familienhund, der zusammen mit den Kindern aufwächst. Die Kinder sollen dabei lernen, eine gewisse Verantwortung, allerdings altersgerecht, zu übernehmen. Familienhunderassen gibt es sehr viele und es ist nicht immer leicht, den passenden Hund für die eigene Familie zu finden. Schon bei der Auswahl des Hundes und der Rasse muss einiges beachtet werden, deshalb ist eine vorherige Information über Familienhunderassen und deren Wesen überaus wichtig. Denn nicht alle Hunderassen eignen sich auch als Familienhund. Jagd- oder Hüte-Hunde eignen sich eher nicht dafür, allerdings gibt es auch hier einige Ausnahmen. Es müssen auch nicht immer reinrassige Hunde sein, die als Familienhund in Betracht kommen, denn viele Mischlings-Hunde können ebenfalls ein prima Familienhund sein. Seit einigen Tausend Jahren leben die Menschen mit Tieren zusammen. Das Verlangen danach ist auch heute noch sehr groß. Wer sich allerdings einen Hund als Haustier halten möchte, der sollte auch vorab unbedingt daran denken, dass ein Hund viel Zuwendung, viel Zeit, viel Bewegung und Auslauf und auch genügend Platz braucht. Es gibt weltweit mittlerweile über 400 Hunderassen und jede Rasse wurde zu einem bestimmten Zweck gezüchtet. Auch Familienhunderassen werden immer wieder gezüchtet und es kommenständig neue Rassen hinzu. Zu den größten Rassen weltweit zählt der Irische Wolfshund und zu den kleinsten Rassen der Chihuahua.

Einige Überlegungen und die Auswahl der Familienhunderassen
Vor dem Anschaffen eines Hundes sollten sich Familien immer überlegen, dass ein Hundeleben zehn bis fünfzehn Jahre dauert. Während dieser Zeit muss der Mensch Verantwortung für den Hund übernehmen. Neben der täglichen Fütterung kommen hier die Pflege, der tägliche Auslauf, die Kosten für den Tierarzt und für notwendige Impfungen und vor allem die Zeit, die man dem Hund schon allein bei seiner Erziehung und dem Zusammenleben widmen sollte, hinzu. Auch der gesündeste Hund wird einmal krank oder alt, hier ist Zuwendung dann besonders wichtig. Zudem muss ein Hund bei jedem Wetter seinen Auslauf haben, um sein Geschäft zu verrichten, aber auch, um genügend Bewegung zu bekommen. Auch die Frage, ob ein Hund in der eigenen Wohnung gehalten werden darf, sollte im voraus mit dem Vermieter geklärt werden. Familienhunderassen dürfen meistens in Wohnungen gehalten werden, allerdings sollte der Vermieter vor dem Kauf des Hundes informiert werden.

Auch an Allergien bei Kindern oder Familienmitgliedern muss gedacht werden, denn in vielen Fällen muss ein Hund wegen einer Hundehaarallergie päter abgegeben werden. Außerdem sollte eine Frage, die besonders wichtig ist, geklärt werden: dass ein Hund nicht viel länger als vier Stunden allein bleiben sollte. Hier müssen sich alle Familienmitglieder einbringen, um den Hund optimal zu versorgen. Auch über die Unterbringung muss sich der künftige Hundehalter Gedanken machen, denn ein Familienhund braucht den Familienanschluss und sollte nicht in einem Zwinger eingesperrt werden.

Die Auswahl der Rasse richtet sich immer nach den Vorstellungen des neuen Hundebesitzers, denn ob ein Hund eher ruhig oder temperamentvoll ist, hängt von der jeweiligen Rassen ab. Ob es ein großer, ein mittelgroßer oder eher ein kleiner Hund sein soll, bestimmen meistens die Räumlichkeiten, in denen der Hundeliebhaber wohnt. Auch ein pflegeleichtes Fell oder eine lange Haarpracht sollten Bedacht werden, denn längeres Fell benötigt mehr Pflege als ein kürzeres. Nun stellt sich noch die Frage, ob es ein Rüde oder eine Hündin sein soll.

Hündinnen gelten als anhänglicher als Rüden, dies muss aber nicht so sein, auch Rüden können sehr anhänglich sein. Hündinnen werden ein bis zweimal im Jahr läufig und hinterlassen ihre Spuren auf Möbeln und dem Fußboden, während dieser Zeit locken sie die Rüden an und sie müssen in dieser Zeit beaufsichtigt werden, um unerwünschten Nachwuchs zu vermeiden. Deshalb ist es hier besonders wichtig, dass man weiß, welche Hunde in der Nachbarschaft wohnen, um dann seine Wahl zu treffen, denn auch ein Zaun hält einen Rüden nicht davon ab, während deren Läufigkeit zu einer Hündin gelangen.

Das Alter eines Hundes, den man sich aus den vielen Familienhunderassen aussucht, ist ebenfalls entscheidend. Einen erwachsenen Hund kann man sich auch aus einem Tierasyl holen, diese Hunde sind den neuen Besitzern sehr dankbar und auch treu ergeben, allerdings weiß man hier meistens sehr wenig von seiner eigentlichen Vorgeschichte. Entschließt man sich dazu, einen Welpen zu kaufen, bedeutet das immer viel Arbeit und große Verantwortung, allerdings erzieht man den Welpen auch so, dass es ein Hund wird, wie man sich ihn vorstellt. Hunde- oder Welpen-Schulen können bei der Erziehung recht hilfreich sein, schon allein deshalb, um den Welpen soziales Verhalten beizubringen. Vor dem Erwerb des Welpen ist es immer angebracht, den Züchter öfter zu besuchen, um zu sehen, wie die Hunde bei ihm gehalten werden. Ein guter Züchter ist immer am Fortbestand einer gesunden Rasse interessiert. Sie sorgen gut für ihre Hunde und lassen zudem ihre Hunde vom Zuchtverband kontrollieren. Sie wollen auch vom zukünftigen Besitzer genau wissen, wie die Welpen untergebracht werden und sind immer Ansprechpartner bei auftretenden Problemen.

Die beliebtesten Familienhunderassen
Der Landseer ist eine alte Hunderasse, die ihren Ursprung in Neufundland hat. Er gehört mit zu den beliebtesten Familienhunderassen in Deutschland und ist ein großer und starker Hund. Er gewinnt schnell Vertrauen gegenüber dem Menschen und geht vor allem mit kleineren Kindern sehr vorsichtig um und passt auf diese auch gerne auf. Dabei ist er selbstsicher und gelassen, gutmütig und anhänglich. Der Landseer ist zudem ein hochintelligenter Hund mit einer ausgeprägten Intuition und gehorcht trotzdem gern aufs Wort.

In Deutschland gehört auch der Golden Retriever zu den bekanntesten und beliebtesten Familienhunderassen. Neben dem Golden Retriever gehören zu der Retriever-Familie auch der Flat Coated Retriever, der Curly Coated Retriever, der Labrador, der Chesapeake Bay Retriever und Nova Scotia Duck Tolling Retriever. Sie sind mittelgroße und kräftige Hunde mit einem ausgeprägtem Brustkorb. Das leicht wellige weiche Fell ist creme- oder goldfarben. Zudem ist der Retriever sehr anhänglich und folgsam – auch mit Kindern spielt er sehr gern.

Geduldig, ausgeglichen und friedlich, so zeigt sich der Labrador seinen Menschen, das macht ihn zu einem sehr angenehmen Begleiter im täglichen Leben. Er eignet sich bestens als Familienhund und ist unter den beliebtesten Familienhunderassen ganz vorn anzutreffen. Allerdings ist er in der Nähe von Wasser nur sehr schwer zurück zu halten, denn er liebt das Schwimmen ungemein.

Der Mops ist ein typischer Begleithund, er ist klein und robust und auch nicht aggressiv. Die Hunderasse Mops erfreut sich schon seit langer Zeit großer Beliebtheit und gehört mit zu den beliebtesten Familienhunderassen. Da diese Rasse zu Übergewicht neigt, sollte auf ausgewogene Ernährung und genügend Bewegung geachtet werden.

Die kleinste Hunderasse der Welt ist der Chihuahua, auch diese gehören zu den beliebtesten Familienhunderassen und sie passen außerdem in jede Handtasche. Wegen ihrer geringen Größe werden sie gern verwöhnt und spazieren getragen, sie gelten als Schoßhündchen, obwohl sie durchaus ihren eigenen Kopf haben können.

Durch sein liebevolles und leicht lenkbares Wesen eignen sich die Cocker hervorragend als Haus- und Familienhund. Er ist sehr aufmerksam und dennoch ein sehr bequemer Hund, er ist leicht erziehbar und lässt sich leicht lenken.

Der mit Abstand beliebteste Hund unter den Familienhunderassen ist in Deutschland der Deutsche Schäferhund. Sein Wesen ist ausgeglichen und gutartig geprägt, er ist für seinen Besitzer und seine Familie Beschützer und auch ein optimaler Spielkamerad, da er sehr kinderfreundlich ist. Er zeigt sich in manchen Situationen sehr kämpferisch und ohne Furcht. Allerdings kann man diese Eigenschaft mit der richtigen Erziehung in den Griff bekommen.

Auch Windhunde und Laufhunde, wie der Afghane und der Dalmatiner gehören zu den beliebtesten Familienhunderassen und finden immer wieder Liebhaber, aber sie benötigen viel mehr Auslauf als andere Hunderassen, das gilt es bei der Anschaffung zu beachten. Aber da sie ein sanftes Wesen haben, können auch sie zum idealen Familienhund werden.

Selbst große Hunde wie Neufundländer, Berner Sennenhund oder auch ein Bernhardiner gehören zu den Familienhunderassen, die immer dann bevorzugt werden,wenn dem Besitzer ein großes Haus und auch ein entsprechendes Grundstück zur Verfügung stehen. Selbst diese Riesen haben ein sanftes Wesen und gehen mit Kindern sehr vorsichtig um, so dass sie sich vorzüglich als ideale Familienhunde eignen.

Schnauzer sind wachsam, aufmerksam und schließen sich treu ihrer Familie an. Sie sind sehr temperamentvoll und benötigen viel Auslauf sowie eine liebevolle, aber konsequente Erziehung.

Der Bobtail zählt ebenso zu den beliebtesten Familienhunderassen und ist ein idealer Familienhund. Sein umgängliches, ausgeglichenes und treues Wesen lässt ihn auch gut mit Kindern umgehen. Allerdings benötigt er viel Abwechslung und Auslauf. Der Bobtail gehört zu den widerstandsfähigsten Hunderassen und durch sein dickes, wasserfestes Fell können sich Parasiten nur schwer einnisten. Allerdings muss der Fellpflege genügend Aufmerksamkeit gewidmet werden, damit dieses nicht verfilzt.

Viele , viele mehr
Sicherlich gehören noch mehr Hunde zu den beliebtesten Familienhunderassen, dabei kommt es ganz auf die zukünftigen Besitzer und die Zusammensetzung der Familie an. Nicht alle Hunderassen passen auch zu allen Menschen und deren Familien. Es gibt sehr sportliche Hunde mit viel Bewegungsdrang, diese brauchen auch unbedingt einen sportlichen Halter. Es gibt auch Hunde mit einem sehr starken Beschützer-Instinkt, welche ihr Rudel gegen jeden und alles beschützen wollen, das macht es nicht gerade leicht, wenn Freunde der Kinder ins Haus kommen. Hunde, die einen starken Trieb zum Bewachen von Hauses und Grundstückes entwickeln, gibt es ebenfalls, diese bellen dann, wenn sich Fremde nähern, allerdings ist dieses Verhalten in einer Wohnung nicht von Vorteil.