Fangfragen beim Bewerbungsgespräch – Gekonnt antworten

Wenn Sie sich im Vorfeld gut vorbereiten, können Sie gelassen und souverän auf Fangfragen beim Bewerbungsgespräch reagieren.


Endlich bekommen Sie auf eine Bewerbung die erhoffte Resonanz: Eine Einladung zum persönlichen Gespräch! Aber worauf müssen Sie sich einstellen? Welche Themen erwarten Sie und müssen Sie sich auch auf Fangfragen beim Bewerbungsgespräch gefasst machen? Um gut vorbereitet und mit der nötigen Sicherheit in dieses Treffen zu gehen, sollten Sie auf einige bestimmte Fragen gefasst sein und wissen, wie Sie reagieren sollten.

Niemanden schlecht machen
Wenn Sie aus eigenem Antrieb nach einer neuen Stelle suchen, müssen Sie diesen Schritt auch nachvollziehbar begründen können. Wenn Sie gefragt werden, ob das jetzige Gehalt Ihnen zu gering ist, so sollten Sie es tunlichst vermeiden, solche Fangfragen beim Bewerbungsgespräch zu bejahen! Kein Chef möchte hören, dass man wegen des Geldes zu ihm wechseln möchte. Auch bei der Frage, ob Sie mit dem bisherigen Chef oder den Kollegen nicht zufrieden sind, ist ein heikles Thema. Wenn Sie jetzt den bisherigen Arbeitgeber schlecht machen, so könnte es ja sein, dass Sie das auch in Zukunft über den Neuen herziehen werden. Also: Nicht schlecht reden über Chef und Kollegen oder über das bisherige Gehalt. Statt dessen geben Sie zu verstehen, dass es im Großen und Ganzen in Ordnung war, Sie aber jetzt einen Schritt weiterkommen möchten. Überlegen Sie sich einen oder zwei schlagkräftige Gründe für den Arbeitsplatzwechsel, der sich mit dem Bedarf, den der neue Arbeitgeber hat, deckt und Sie sind vorbereitet auf diese Fangfragen beim Bewerbungsgespräch.

Flexibilität zeigen
Wenn Ihnen Fangfragen beim Bewerbungsgespräch begegnen wie: "Sind Sie bereit, Überstunden zu machen?" oder "Würden Sie auch ab und zu in unserer Filiale in Düsseldorf arbeiten?", dann geht es dem Arbeitgeber nicht darum, bereits Ihren Wochenplan festzuklopfen, sondern um herauszufinden, ob Sie auf feste Abläufe pochen oder flexibel einsetzbar sind. Ein "natürlich, immer und jederzeit" wäre als Antwort ebenso undiplomatisch wie ein "nein, auf keinen Fall". Betonen Sie, dass Sie natürlich im Bedarfsfall bereit sind, sich umzuorganisieren, wenn es nötig ist, bis die Engstelle in der Firma überwunden wurde.

Perspektivisch denken
"Wo wollen Sie beruflich in fünf Jahren stehen" oder "Wie soll Ihr Leben in zehn Jahren aussehen" sind eigentlich keine Fangfragen beim Bewerbungsgespräch, sondern Fragestellungen, mit denen sich jeder sowieso auseinandersetzen sollte. Ohne Ziele im Leben beweist man keine Entwicklung und keinen Fortschritt und deshalb wollen Chefs von ihren Bewerbern hören, dass sie vorankommen wollen. Signalisieren Sie, dass Sie die nächste Stufe auf der Erfolgsleiter erklimmen möchten, wenn Sie sich als Sachbearbeiter bewerben also beispielsweise gerne in fünf Jahren die Abteilung leiten würden. Eine Antwort wie: "Ich hoffe, dass ich dann nicht mehr so viel arbeiten muss" versteht sich von selbst als absolute Killerantwort!