Die Wahl des richtigen Farbtons gehört zu den wichtigsten Entscheidungen, die Sie treffen müssen, wenn Sie die eigenen vier Wände einer Renovierung unterziehen möchten. Die spätere Farbe sollte sowohl zu ihrem Charakter aber natürlich auch zur Einrichtung passen. Die gewünschte Wirkung ist ebenfalls wichtig. Deshalb sind Grundkenntnisse in der Farbpsychologie äußerst hilfreich.
Der Farbkreis
Der Farbkreis bietet eine erste Orientierungshilfe, auch erfahrene Einrichtungsprofis kommen ohne ihn nicht aus. Bereits seit früher Vorzeit beschäftigte man sich mit den Farben und ihren Wirkungen. Ob Newton, Goethe oder DaVinci – sie alle hatten ihre eigenen Vorstellungen, wie die Farben systematisch anzuordnen sind. Der bekannteste Farbkreis ist der zwölfteilige Farbkreis von Bauhauslehrer Itten. Er basiert auf drei Grundfarben, auch Primärfarben genannt: Gelb, Cyan (blau) und Magenta. Es folgen die Sekundärfarben, die durch Mischen der Farben erster Ordnung (Primärfarben) entstanden sind. Zuletzt sind die Tertiärfarben angeordnet, die wiederum aus den Sekundärfarben gebildet wurden.
Farben kombinieren
Für die gesamte Wohnung nur eine Farbe einzusetzen, ist in der Regel alles andere als aufregend, lieber sollten Sie sich in einer Verbindung verschiedener Farben versuchen. Harmonie kann durch zweierlei Weise erreicht werden, entweder durch Ähnlichkeit oder den Gegensatz.
Kombiniert man Farben, die im Farbkreis nahe beieinander liegen, entsteht ein Harmoniekontrast. So könnten beispielsweise Gelb und Orange zusammen eingesetzt werden. Verbindet man jedoch Farben, die sich gegenüberliegen, entsteht ein sogenannter Komplementärkontrast. Für diese Farbkombination benötigt man jedoch ein wenig Feingefühl, damit die eingesetzen Kontraste nicht zu intensiv ausfallen. Besonders bei großen Wandflächen bietet sich so ein Konzept an. Ganz klassisch ist die Ton-in-Ton-Philosophie. Hierbei wird nur eine einzige Farbe in unterschiedlichen Abstufungen eingesetzt.
Feuriges Rot für die Küche
Welche Farben Sie nun verwenden wollen, hängt von Ihren persönlichen Vorlieben sowie Ihrer Einrichtung ab. Damit nach dem Anstrich kein unschöner Augen-Alptraum entsteht, sollten Sie Farb- und Stoffmuster Ihrer Möbel und Wohntextilien mit in den Baumarkt nehmen, um vor Ort abstimmen zu können. Auch die Farbpsychologie spielt eine wichtige Rolle. Je nach Funktion des Raums müssen Sie die entsprechende Farbe aussuchen. Für die Küche beispielsweise eignet sich ein feuriges Rot, denn diese Farbe gilt als sehr anregend. Rot regt den Kreislauf und Apettit an, macht vital und bekämpft Trägheit. Menschen mit Bluthochdruck sollten von rot-getrichenen Wänden – aus ebenjenen Gründen – jedoch Abstand nehmen. Personen, die mit dem Gewicht zu kämpfen haben, sollten Blau oder Blaugrün den Vorzug geben.