In immer mehr Gärten findet man gemütliche Sitzecken, die mit einem Bambus vor ungeliebten Blicken geschützt werden. Ideal dafür ist natürlich der Fargesia Nitida. Man nennt ihn unter Fachkreisen auch den dunkelgrünen Schirmbambus. Der Name Nitida bezieht sich auf den Glanz der Blätter. Diese Bambusart gilt in seiner Heimat als Hauptnahrungsmittel für den Großen Pandabären.
Die Besonderheiten dieser Bambusart
Im Gegensatz zu dem gewöhnlichen Gartenbambus wächst er deutlich langsamer. Obwohl der Fargesia Nitida auch im Schatten gepflanzt werden kann, sollte man bedenken, dass er deutlich empfindlicher gegen eisige Winde und ganz besonders gegen starke Sonnenbestrahlung ist. Dies gilt dann besonders, wenn er in der prallen Sonne steht, aber nicht ausreichend gewässert wird. Im Gegensatz zu vielen anderen Heckenpflanzen muss diese Bambusart nicht nachgeschnitten werden. Allerdings wächst er auch sehr langsam und als Gartenbesitzer benötigt man viel Geduld, bis er sich zu einem optimalen Sichtschutz entwickelt hat. Der Boden für den Fargesia Nitida sollte humusreich sein, dann benötigt er keine zusätzlichen Düngergaben.
Möchte man allerdings nicht viele Jahre warten, bis der Bambus einen guten Sichtschutz bildet, dann sollte diese Art an Stellen gepflanzt werden, bei denen der Sitzschutz nicht vorrangig ist. Für die Sitzecke empfiehlt sich dann der gewöhnliche Gartenbambus, der pro Jahr bis zu 40 Zentimeter wachsen kann.
Probleme mit dem Fargesia Nitida
Ein weit verbreitetes Problem des Fargesia Nitida ist, dass er seit dem Jahr 2006 weltweit zu blühen anfängt. So mancher Gärtner freut sich über die Blütenpracht. Allerdings währt diese Freude nicht lange. Der Bambus verbraucht sowohl Nährstoffe für die Blüte, dass er danach abstirbt und auch nicht mehr zu retten ist. Als Gartenbesitzer hat man dann nur die Möglichkeit die toten Pflanzen zu entsorgen und wieder neue anzupflanzen, in der Hoffnung, dass diese nicht wieder blühen. Selbst ein Rückschnitt würde den Bambus nicht retten. Er zögert lediglich das Absterben hinaus. Die Triebe, die eventuell aus den alten Wedeln entstehen, blühen schon nach kurzer Zeit und sterben dann auch ab. Fazit ist, dass jeder blühende Bambus stirbt und nicht mehr zu retten ist.