Fastenkrise: Stimmungsschwankungen

Stimmungsschwankungen sind typisch für die Fastenkrise. Doch nach einigen Tagen weicht die schlechte Stimmung einem euphorischen Hochgefühl.


Bei einer Fastenkur gerät zunächst einmal der ganze Körper aus dem Lot. Der ungewohnte Nahrungsentzug und die intensive Ausscheidung der Gift- und Schlackstoffe setzen dem Körper zunächst zu und machen sich durch Hunger, Kälteempfindlichkeit, Kopfschmerzen oder Kreislaufprobleme bemerkbar. Dann ist es selbstverständlich, dass die Seele davon auch nicht unberührt bleibt und es anfangs zu Stimmungsschwankungen oder Stimmungstiefs kommen kann. Je „strenger“ die gewählte Form der Fastenkur ist, desto größer die Gefahr einer Fastenkrise und desto heftiger kann sie in Erscheinung treten.

Fastenkrisen: Eine normale Erscheinung
Wenn Sie sich im Vorfeld über Fastenkuren und deren Ablauf informiert haben, werden Sie gehört haben, dass sich nach und nach eine Art euphorisches Hochgefühl einstellt und man sich leicht und frei fühlt, ohne das Bedürfnis nach fester Nahrung zu verspüren. Soweit stimmt dies alles auch. Genauso typisch für die Kuren sind allerdings auch die Fastenkrisen, von denen die Stimmungsschwankungen, gerade die Stimmungstiefs, wahrscheinlich die schlimmsten sind, da sie uns am ehesten demotivieren. Häufig sind Fastenkrisen nicht allein der Umstellung des Körpers zu verschulden, sondern auch kleinen Fastenfehlern, die sich schnell einschleichen. Dazu gehört nicht ausreichend zu Trinken, und was auch schnell unterschätzt wird: viel Bewegung an der frischen Luft. Wenn man diese Dinge wirklich beachtet, ist eine Fastenkrise in ein oder zwei Tagen verschwunden.

Stimmungsschwankungen abwenden
Wenn man als Fastender unter Stimmungsschwankungen leidet, sollte man am besten konsequent dagegen vorgehen, da es schnell dazu kommen kann, dass man sich davon einfach so sehr demoralisieren lässt, dass man Fastenfehler begeht, oder die gesamte Kur abbricht. Außerdem sind rasante Wechsel zwischen fröhlich und schlecht gelaunt nicht nur für einen selbst, sondern auch für das gesamte Umfeld recht anstrengend. Erst recht, wenn man an einem Stimmungstief leidet, empfiehlt es sich ganz klar dagegenzusteuern. Dazu sollte man sich mehr und öfter als bisher an die frische Luft begeben und etwas neues ausprobieren: einen neuen Spazier- oder Wanderweg, oder eine neue Sportart. Man kann durch das Süßen des Fastentees mit Honig ebenfalls seine Stimmung aufhellen, da der hochwertige Zucker zusätzlich einen kleinen Energiekick gibt. Auch sollte man einfach etwas Geduld und zwei Tage abwarten, dann nämlich vergeht eine Krise meist von selbst.

Fastenrkise oder Depressionen?
Wenn Sie an sehr starken Stimmungstiefs leiden und es nach drei Tragen trotz Gegenmaßnahmen nicht vorübergeht, ist es empfehlenswert die Fastenkur tatsächlich abzubrechen. Gerade wenn man vor der Kur bereits eine eher negative Grundstimmung hatte, oder schon einmal an Depressionen litt, sollte man es mit einem Arzt besprechen oder gleich abbrechen, da der körperliche Ausnahmezustand in dem Fall die Psyche überdurchschnittlich belasten könnte.