Etwa zwischen dem siebten und 14. Tag kommt es bei den meisten Fastenden zu einer sogenannten Fastenkrise, die Körper und Seele stark belastet und nicht selten dafür verantwortlich ist, dass die Fastenkur vorzeitig abgebrochen wird. Nur starke Persönlichkeiten können auch während dieser Zeit Positives für sich mitnehmen und schließen die Kur erfolgreich ab.
Anzeichen einer Fastenkrise
Die Anzeichen sind recht weitgestreut. Sie reichen von allgemeinem Unwohlsein, Schweißausbrüchen, zu Kopf- und Gliederschmerzen über Körpergeruch zu Stimmungsschwankungen bis hin zu Herzklopfen.
Durch den Entzug von Koffein, zu wenig Flüssigkeitsaufnahme, mangelnde Darmentleerung oder zuwenig Bewegung kommt es bei vielen Fastenden zu Kopfschmerzen, denen jedoch mit geeigneten Maßnahmen schnell entgegengewirkt werden kann. Ebenfalls nicht selten sind Frieren, Frösteln und kalte Füße, die durch den verminderten Energieumsatz zu erklären sind. Da auch die Wärmeproduktion der Verdauungsorgane fehlt, senkt sich die Körpertemperatur um einige Zehntel Grad. Auch der Körpergeruch ist typisch, dieser entsteht durch den Anstieg der Ketonsäuren, die wiederum durch die gesteigerte Fetterbrennung produziert werden. Bei manchen Fastenden tritt auch Herzklopfen auf, das zunächst recht beunruhigend sein kann. Sollte dieses mehrere Tage andauern, sollte umgehend der behandelnde Arzt aufgesucht oder die Fastenkur umgehend abgebrochen werden.
Neben dem Körper leidet auch die Seele während einer Fastenkrise. Die Betroffenen fühlen sich müde, abgeschlagen und erschöpft, dazu kommen Stimmungstiefs, die sich sogar zu Depressionen auswachsen können.
Mögliche Erklärungen
Fastenärzte sprechen bei einer Fastenkrise auch von einer Ausscheidungskrise, die daraus resultiert, dass der Organismus auf Hochtouren arbeitet. Als „innerer Mechaniker“ muss er nun alle möglichen Giftstoffe aus dem Körper transportieren und ist damit manchmal sogar überfordert. Um diese Krise zu überwinden, sollte ein Umdenken stattfinden und von diesem Prozess als eine Heilungskrise gedacht werden. Denn neben der körperlichen Reinigung geht es ja beim Fasten auch um eine seelisch-geistige Erneuerung.
Hilfreiche Maßnahmen
Sobald sich die Anzeichen einer Fastenkrise bemerkbar machen, sollte noch mehr getrunken werden als bisher, um den Organismus beim Ausscheidungsvorgang zu unterstützen. Zusätzlich sollte der Darm mittels eines Einlaufs entleert werden. Sie können sich sogar ein großes Glas Buttermilch gönnen, das sie Schluck für Schluck genießen. Wichtig ist auch, dass Sie Ruhe finden und sich zurückziehen. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Körper warm bleibt.
Naturheilkundliche Maßnahmen
Unterstützend können Schüßler-Salze eingesetzt werden. Hierbei haben Sie verschiedene Möglichkeiten
Nr. 6 Kalium Sulfuricum
Es regt den Stoffwechsel an und fördert die Ausscheidungen.
Nr. 10 Natrium Sulfuricum
Es hilft dabei, Stoffwechselgifte über die Nieren auszuscheiden, es wird auch mehr Urin produziert, der Körper erwärmt sich.
Nr. 8 Natrium Cloratum
Dieses Salz reguliert den Flüssigkeitshaushalt und sorgt für eine Regeneration des Zellstoffwechsels. Es ist besonders ratsam, wenn die Haut sehr trocken ist und sich schuppt.