Redet man in der Frauen-Fussballbundesliga von Spitzenmannschaften, fallen neben den Namen 1.FFC Frankfurt und 1. FFC Turbine Potsdam auch der des FCR 2001 Duisburg auf. Während erstgenannte Mannschaft von jeher auf gestandene Fussballerinnen setzte, stehen die beiden Letztgenannten für den kontinuierlichen Aufbau, basierend auf einer guten Nachwuchsarbeit. Alle drei Vereine konnten neben einer Vielzahl an nationalen Titeln auch den höchsten internationalen Sieg, den Gewinn des UEFA-Cups für Frauenmannschaften für sich verbuchen. Den Duisburgerinnen gelang dieser Erfolg 2009, ein Erfolg mit historischen Dimensionen. Zum einen gelang der Finalerfolg vor 28000 Zuschauern in der MSV-Arena, und zum Zweiten war es die letzte Auflage des traditionsreichen Wettbewerbs, der in der Folgesaison in die Frauen-Championsliga aufging.
Tradition des FCR Duisburg
Dabei ist der FCR 2001 Duisburg der jüngste Verein der drei deutschen Erfolgsteams. Wie im Vereinsnamen zu ersehen, feiert er 2011 sein 10-jähriges Bestehen. Vorgänger war die Frauenmannschaft des FCR Duisburg, die seit 1993 in der 1. Frauen-Bundesliga spielte. Nachdem noch 1997 das Endspiel der deutschen Meisterschaft gegen Grün-Weiß Brauweiler verloren wurde, gelang ein Jahr später mit dem Finalsieg im DFB-Pokal gegen den FSV Frankfurt der erste Sieg in einem nationalen Wettbewerb. Höhepunkt war zweifelsohne die Deutsche Meisterschaft in der Saison 1999/2000 mit sagenhaften 15 Punkten Vorsprung auf den 1.FFC Frankfurt. Um dauerhaft in der oberen Etage der Bundesliga mitspielen zu können, gliederte sich 2001 die Frauen-Fussballabteilung aus dem FCR Duisburg und gründete einen reinen Frauen-Fussballverein mit professionellen Strukturen. Hauptspielstätte ist seit 2003 das PCC-Stadion, ein reines Fussballstadion in Duisburg-Homberg mit einer Kapazität für 3000 Zuschauer.
Der FCR 2001 Duisburg bis heute
Wurde der Meistertitel des FCR Duisburg in die Annalen des neuen Vereins mit aufgenommen, so gelang es bis heute es nicht diesen Erfolg zu wiederholen. Am nächsten waren die Duisburgerinnen diesem Erfolg in der Saison 2008/09, als sie kurz vorm Schluss von Potsdam abgefangen wurden. Dafür hielten sie sich in den anderen Wettbewerben schadlos. Neben den UEFA-Cup holten sie den DFB-Pokal. Ein Erfolg, der in der Folgesaison wiederholt werden konnte. Unter der Regie von Martina Voss, wurde eine Mannschaft aufgebaut in der neben Inka Grings, Linda Bresonik, Sonja Fuss, Ursula Holl, Annike Krahn oder Simone Laudehr, Niederländische und Belgische Nationalspielerinnen und etliche eigene Talente stehen. Eine der Jüngsten, Alexandra Popp, gewann 2010 mit der U20 die Fussball Weltmeisterschaft und wurde dabei Torschützenkönigin und beste Spielerin des Turniers. Insgesamt 9 Mannschaften, drei Frauen- und sechs Nachwuchsteams, stehen für das Ziel, endlich die Deutsche Meisterschaft zu gewinnen.