Fehlende soziale Kontakte

Fehlende soziale Kontakte lassen so manchen viel Spaß mit Kollegen verpassen. Dabei ist es auch für die Karriere sehr sinnvoll, auch nach Feierabend noch Zeit mit den Mitarbeitern zu verbringen.


Es gibt sie, die Eigenbrötler, die auch ohne soziale Kontakte auskommen. Aber machen Sie bloß nicht den Fehler, sie mit Außenseitern zu verwechseln! Ein Eigenbrötler kann auch jemand sein, der teamfähig ist, öfter mal zu einem Schwätzchen an der Kaffeemaschine bereit ist, und auch im Privatleben eher der extrovertierte Typ zu sein scheint. Schüchternheit? Weit gefehlt. Aber der Eigenbrötler am Arbeitsplatz hat schlicht und einfach kein Interesse daran, den anderen nach verdientem Feierabend in die Kneipe zu folgen und einen Drink zu nehmen. Er möchte sich nicht am Firmentratsch beteiligen oder seine Kollegen (auch noch) privat sehen. Wer denkt, fehlende soziale Kontakte resultierten aus Unfreundlichkeit oder Egoismus, irrt allerdings. Eigenbrötler gehen einfach gerne ihren eigenen Weg. Nur, ist das auch karrierefördernd? Spezialisten meinen nein, denn gerade das firmeneigene Netzwerk gilt es zu beobachten, um für sich Vorteile daraus zu schlagen und Vitamin C, die Connections, genießen zu können. Wir erklären, warum!

Fehlende soziale Kontakte: Netzwerk wichtig

  • Wer kann mit wem am besten? Wer hat den heißen Draht zum Chef? Wer ist der Außenseiter und welche Gruppe scheint am effektivsten? Dies herauszufinden, und gerade in der ersten Phase eines Neueinstiegs zu beobachten, wie das Netzwerk in der Firma funktioniert, wer am beliebtesten ist und von wem man sich besser fernhalten sollte, ist sehr wichtig.
  • In der zweiten Phase sollte ein karrierebewusster Neueinsteiger sich in diese bestehenden Netzwerke gekonnt, aber nicht zu eindringlich einbinden und die so entstehenden Kontakte nutzen. Wer dies nicht tut, erfährt zwar auch keine Ablenkung am Arbeitsplatz, verpasst allerdings so die besten Chancen.

Statistisch gesehen

  • Eine Umfrage, die von der Firma IBM in Auftrag gegeben wurde, zeigte, dass stolze 60 Prozent des beruflichen Erfolgs aus Kontakten resultieren. 30 Prozent gehen auf das Konto von Image und Bekanntheitsgrad und nur sage und schreibe 10 Prozent resultieren aus Leistungen im Job. Das bedeutet, dass selbst der gemeinsame Drink mit den Mitarbeitern nach Feierabend indirekt die Karriere fördert!
  • So wird das vertrauliche Gespräch an der Theke gerne mal zum persönlichen Bewerbungsgespräch, denn, so zeigte eine andere Umfrage, Stellen werden gerne und oft unter der Hand vergeben. So ermittelten Wissenschaftler der Universität Stirling in Schottland, dass Arbeitnehmer, die regelmäßig mit Kollegen nach Feierabend in die Kneipe einkehren, ein 17-prozentig höheres Einkommen haben als ihre eigenbrötlerischen Kollegen.
  • Wer jetzt findet, das klänge ganz schön hinterhältig, der liegt falsch. Denn Gruppendynamiken sind nun mal die Bewegungen, die den Einzelnen am ehesten nach vorne bringen. Zeit also, sich ihnen anzuschließen!