Feigwarzen - Auch für den Partner muss zum Arzt

Üblicherweise sind Feigwarzen gutartige Gewebswucherungen. Eine Feigwarzen Behandlung sollte dennoch in jedem Fall unternommen werden.


Durch eine Infektion mit den humanen Papillom-Viren entstehen Feigwarzen. Sie zählen zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen.

Was sind Feigwarzen?
Normalerweise sind Feigwarzen gutartige Gewebswucherungen mit rötlicher, graubräunlicher oder weißlicher Farbe. Feigwarzen sind meist Stecknadelkopfklein bis mehrere Zentimeter groß und treten an den Geschlechtsteilen, am After und im Enddarm auf. Feigwarzen kommen auch nicht allein, in der Regel sind es mehrere und sie neigen zur Beetbildung. Sie können sogar zu rosenkohl-ähnlichen Gewebswucherungen heranwachsen. Feigwarzen teilen sich den Platz der sexuell am häufigsten übertragbaren Erkrankung mit dem Herpes genitalis und den Chlamydien. Da Feigwarzen sehr ansteckend sind, sollte in jedem Fall eine Feigwarzen Behandlung vorgenommen werden.

Wer gefährdet ist
Besonders junge Menschen sind gefährdet, sich mit Feigwarzen anzustecken. Bei 20 bis 24-jährigen treten Feigwarzen besonders häufig auf. Die Anzahl der Infizierten ist in den letzten 20 Jahren stark gestiegen. Die Hauptansteckungswege mit Feigwarzen sind häufig wechselnde Sexualpartner und ungeschützter Sex. Aber man kann sich auch indirekt anstecken über ein verschmutztes Handtuch beispielsweise oder während der Geburt im Geburtskanal. Dies kommt allerdings seltener vor.

Was die Enstehung von Feigwarzen begünstigen kann

Am wohlsten fühlen sich die Feigwarzen, wenn es feucht ist, die Haut kleine Verletzungen vorweist, die Immunabwehr geschwächt ist oder Entzündungen bestehen. Auch andere Faktoren wie Zigaretten, Cannabis, Kokain und immunsuppressive Medikamente können die Bildung von Feigwarzen begünstigen. Als Elternteil sollte man besonders argwöhnisch werden, wenn der Sprössling mit Feigwarzen ankommt. Meist ist dies ein Hinweis auf sexuellen Missbrauch. Dann sollte man einen erfahrenen Kinderpsychologen oder Kinderarzt aufsuchen und um Hilfe bitten. 

Vorsorge

Um sich nicht selbst mit Feigwarzen zu infizieren, sollte man vorsorglich Kondome benutzen. Denn sie senken das Infektionsrisiko deutlich, auch wenn sie keinen 100%igen Schutz bieten. Aber wenn man doch einmal die Vermutung hegt, sich mit Feigwarzen angesteckt zu haben, sollte man auch unbedingt den Partner mit zum Arzt nehmen, damit eine gleichzeitige Feigwarzen Behandlung möglich ist. Denn nicht immer sind sie mit bloßem Auge erkennbar. Vorsicht ist auch bei Oralsex geboten, denn Feigwarzen können so auch in die Mundschleimhaut gelangen.