Fensterschaum entfernen - so geht's

Zur Montage von neuen Fenstern und Türen, zum Verfüllen von Hohlräumen und zum Verkleben wird Fensterschaum verwendet. Dieser besteht aus Ein- oder Zweikomponenten Polyurethanschaum.


Besonders seine wärmedämmenden Eigenschaften machen Fensterschaum beim Einbau von Fenstern unverzichtbar. Der Schaum wird mit Hilfe eines Treibmittels aus einer Kartusche gesprüht. An der Luft dehnt er sich aus, weshalb er nicht so leicht zu dosieren ist. Überstände und Spritzer bleiben da nicht aus. Die Beseitigung ist aber leider nicht ganz einfach. Ein guter Rat beim Umgang mit Fensterschaum ist, in jedem Fall Hautkontakt zu vermeiden. Handschuhe und ein verantwortungsvoller Umgang sollten erstes Gebot sein. Fensterschaum ist mit speziellen Reinigungsmitteln oder mechanisch von allen Oberflächen und der Haut entfernbar.

 

 

Gegenstände von Fensterschaum reinigen

  • Frischer Schaum lässt sich durch Aceton oder im Handel erhältlichen Fensterschaumentferner beseitigen. Der Schaum härtet durch Luftfeuchtigkeit schnell aus. Überstände können nach Trocknung einfach mit einem Messer abgeschnitten werden. Haftet der getrocknete Schaum an Bauteilen, kann man diese mechanisch oder durch einen speziellen PU-Entferner reinigen.
  • So können die Bauteile mit einem Schaber abgezogen werden. Vorsicht ist jedoch bei Kunststoffen geboten, denn leicht schneidet eine scharfe Klinge in den Kunststoff, wenn der Schaber zu steil angesetzt wird. Holz kann auch abgeschliffen werden, soweit es noch nicht lackiert ist.
  • Der PU-Entferner ist auf allen nicht porösen Oberflächen anwendbar. Je nach Herstellerangaben ist eine Einwirkzeit von zehn Minuten bis zu einer Stunde einzuhalten. Dann kann der Schaum mit einem Tuch abgewischt werden. So lassen sich auch Textilien und lackierte Oberflächen behandeln. Es sollte aber immer das Datenblatt des Produktes zu Rate gezogen und bei Unsicherheiten der Hersteller kontaktiert werden.

 

Fensterschaum von der Haut entfernen

  • Wer nicht unmittelbar den noch feuchten Schaum mit Waschbenzin aufnimmt, wird ihn nur mechanisch entfernen können. Der Schaum setzt sich in jeder Hautvertiefung fest und klebt hartnäckig fest. Einem ausgehärteten Schaum ist durch Waschen und mit chemischen Hilfsmitteln nicht beizukommen.
  • Hände können problemlos mit einem Bimsstein, feinem Schleifpapier oder einer Hautraspel vorsichtig abgerubbelt werden. Am besten ist es, die Haut vorher mindestens eine halbe Stunde aufzuweichen. So lösen sich die oberen Hautschichten an und die Reinigung ist schonender. Im Gesicht ist diese Behandlung erheblich unangenehmer. Nach der Entfernung sollte die strapazierte Haut gut eingecremt werden.