Fernlenkautos für Kinder im Test

Die Entscheidung für das richtige Fernlenkauto ist von Haltbarkeit, Akkuleistung, Steuerung und Fahrleistung des Modells abhängig.


Väter und ihre Söhne haben viele Gemeinsamkeiten beim Spielzeug. Dazu zählen zum Beispiel eine elektrische Eisenbahn oder die klassische Carrera-Bahn. Hat sich auf dem Wunschzettel allerdings ein Fernlenkauto eingeschlichen, muss man sehr sorgfältig bedenken, welches Fabrikat angedacht ist. Denn nicht jedes Modell liefert den gleichen Fahrspaß und adäquate Fahrleistung. Insbesondere Billigmodelle halten selten, was sie versprechen.

Fernlenkautos und ihre technischen Details

Beim Auspacken ist man oft als Verbraucher vom Inhalt leicht enttäuscht: Ob fehlende oder leere Akkus, ein Bausatz statt fertig montiertem Modell, der Verpackungsinhalt weicht von den Erwartungen ab und das Spielzeug ist nicht sofort einsatzfähig. Meist sind nämlich die Akkus, wenn beiliegend, nicht aufgeladen und müssen erst über Nacht gefüllt werden. Beginnend bei der Steuerung zeigt sich, ob das Modellauto nur vorwärts, rückwärts, rechts oder links kennt oder mit Proportionalsteuerung lenkt. Denn das bringt mit jeweils halbem Lenkeinschlag sowie halber Fahrkraft wesentlich mehr Fahrspaß und vermeidet ruckartige Lenkbewegungen. Die Akku-Ausstattung ist ein weiterer Aspekt, denn häufiger Akkuwechsel ist gleichbedeutend mit geringer Reichweite. Bei billigen Fernlenkautos ist da schnell nach 20 Minuten Schluss mit Spielen.

Im Praxistest – geländegängig oder nur für das Wohnzimmer geeignet?

Auf der Asphaltbahn erweist sich ein optisch schnittiger Rennwagen schnell als müde Ente, denn nicht jedes Modell kommt mit Stein- oder Schotterbelag klar. Trotz griffiger Reifen schleudern die Fernlenkautos und auf weichem Boden wie Gras und Sand leisten viele nur die Hälfte der versprochenen Geschwindigkeit. Nässe vertragen die Modelle übrigens gar nicht, die Funksteuerung ist sehr anfällig für fehlende Kontakte. Die Reichweite ist übrigens auch ein Kriterium für die Kaufentscheidung, denn einige Fernlenkautos verlieren bereits nach knapp über 10 Metern die Verbindung zur Steuerung. Und falls zwei Autos im Rennmodus gefahren werden sollen, ist eine Frequenzwahl im Steuerteil wichtig. Die Preisspanne der Fernlenkautos liegt übrigens bei knapp 20 bis 150 Euro, je nach Ausstattung und Haltbarkeit. Denn die Neuanschaffung soll ja nicht gleich beim ersten Rennen einen Achsenbruch am Bordstein davontragen. Besonderer Tipp: Besorgen Sie sich einen Ersatzakku, der aufgeladen bereitliegt und somit beim Spielen jederzeit gewechselt werden kann.