Fesselballon fliegen - zur Technik

Der Fesselballon ist ein mit Traggas, zum Beispiel Helium, gefüllter Ballon. Er ist im Gegensatz zum Heißluftballon immer durch ein Stahlseil mit der Erde verbunden.


Durch Archimedes begründet und menschliche Wissenschaft erweitert rückt der Fesselballon den Himmel ein wenig näher. 1794 wurde der erste Ballon dieser Art unter der Leitung des Franzosen Coutelle zu militärischen Zwecken genutzt. Im ersten Weltkrieg diente er beispielsweise zur Feindaufklärung. Heutzutage werden sie vorwiegend zu Werbezwecken verwendet oder als touristische Attraktion.

Fliegen nach dem Prinzip des Archimedes
Die Technik basiert auf dem Prinzip des Auftriebes von Archimedes. Es besagt, dass ein Körper, welcher im Wasser schwimmt, die gleiche Masse hat wie das Wasser, das durch ihn verdrängt wurde.
Dieses Prinzip gilt auch bei einem Fesselballon. Seine Hülle ist gefüllt mit einem Gas, welches leichter ist als Luft und ihm so den Auftrieb ermöglicht. Zur Auswahl stehen Wasserstoff, Helium oder heiße Luft. Ein Kubikmeter Helium kann 1.000 Gramm heben, ein Kubikmeter heiße Luft mit einer Temperatur von 100 Grad Celsius dagegen nur 200 Gramm. Bei den heutigen Fesselballonen, die bis zu 30 Passagiere an Bord zulassen, wird meist Helium verwendet. Helium ist ein nicht brennbares Gas im Gegensatz zu Wasserstoff. Dies trägt maßgebend zur Sicherheit bei.

Fesselballone heute
Die heutigen Fesselballone haben im Durchschnitt einen Durchmesser von 23 Metern und ein Volumen von bis zu 6.400 Kubikmetern. Mit Helium gefüllt erlangen sie einen Auftrieb von bis zu viereinhalb Tonnen. Die Ballone sind durch ein circa 22 Millimeter dickes Stahlseil mit der Erde verbunden. Dieses Seil ist sehr dünn, hält jedoch einer Last von bis zu 45 Tonnen stand. Es beträgt in der Regel eine Länge von 150 Metern und ist auf eine elektrische Seilwinde am Boden aufgerollt. Der Pilot bedient diese Seilwinde per Fernsteuerung, doch zur Sicherheit gibt es auch eine Steuerung der Winde am Boden. Entscheidend sind zudem die Windverhältnisse in den Aufstiegshöhen von bis zu 200 Metern. Bei mäßigem Wind von circa fünf Kilometern pro Stunde herrschen optimale Flugbedingungen. Bei Windstärken über 35 Kilometern pro Stunde dagegen darf nicht geflogen werden. Außerdem muss stets eine Sicht von mindestens fünf Kilometern bei der Fahrt mit dem Fesselballon gewährleistet sein.