Festgeldanlage: Prinzip und Kritik

Bei der Festgeldanlage bieten sich Bankkunden die verschiedensten Möglichkeiten mehr aus ihrem Ersparten zu machen. Dabei gibt es den ein oder anderen Unterschied.


Das Prinzip erklärt sich dabei aus dem Wort selbst. Festgeldanlage bedeutet, dass Geld  für einen bestimmten Zeitraum zu einem bestimmten Zinssatz "fest" angelegt wird. Das heißt, dass der Kunde für eine gewisse Zeit auf sein Geld verzichtet. Gerade bei diesem Verzicht bestehen jedoch etliche Unterschiede in der Art und Weise zwischen den verschiedenen Produkten, die Geldinstitute anbieten.

Unterschiede

  • Wichtig kann dies in einem finanziellen Notfall werden, der sich während der Laufzeit der Anlage ereignet. Eine Möglichkeit der Verfügbarkeit führt dazu, dass die Einlage rückwirkend nur noch grund-, also sehr niedrig, verzinst wird. Der Anleger verliert in diesem Fall einen großen Teil seiner Zinsen, bekommt jedoch das Geld, sollte er es benötigen.
  • Eine weitere Variante kann eine vorgeschriebene Kündigungsfrist während der Laufzeit sein. Will der Kunde keine Zinsen verlieren, muss er sich im Notfall drei Monate gedulden oder er erleidet für diese drei Monate einen Zinsverlust, der ihm von seiner Zinsgutschrift abgezogen wird. In beiden Fällen löst auch eine Teilverfügung üblicherweise ein Ende der Festgeldanlage aus, auch wenn die vertragliche Zeitspanne nicht erreicht ist.
  • Auch möglich ist, dass die Einlage über die gesamte Vertragslaufzeit im wahrsten Sinne "fest" ist. Der Anleger hat keine Möglichkeiten, an das Geld zu kommen, auch nicht in einem Notfall. Dies sollte bei Vertragsabschluss nicht unbeachtet bleiben, um die eigene finanzielle Lage planbar zu machen. Auch die Zahlung der Zinsen unterscheidet sich. Der Anleger hat die Wahl, ob er die Zinsen am Ende der Laufzeit in voller Höhe oder Jahr für Jahr ausgezahlt bekommen möchte.

Alternative - Tagesgeld

  • Vor allem, weil die Verfügbarkeit wie beschrieben bei Festgeldanlagen nicht immer gegeben ist, geraten die Produkte in die Kritik. Vergleicht man die Zinsen von Anlagen für ein oder zwei Jahre, lassen sich kaum Zinsunterschiede zu täglich verfügbaren Einlagen wie Tagesgeldkonten feststellen.
  • Anleger sollten gut überlegen, ob ihnen die kleinen Unterschiede im kurzfristigen Festgeldanlagebereich wichtig genug sind, um auf die tägliche Verfügbarkeit zu verzichten.

Inflation als Einflussfaktor

  • Wenn Anleger mit ihrem Berater über die richtige Strategie für das eigene Vermögen beratschlagen, sollte die Inflation immer mit bedacht werden, denn sie lässt den Wert des Geldes schrumpfen. Die Inflationsrate kann deutlich über den Zinsen für Tagesgeldkonten und kurzfristige Spareinlagen liegen. Der Geldwertverlust wird demnach nicht einmal von der Verzinsung ausgeglichen.
  • Sparer sollten ihren Berater um Rat fragen. Eine Möglichkeit ist die Festgeldanlage, eine andere kann die Investition in Sachwerte sein, da sich diese der Inflationsrate immer anpassen.