Fettmesszange: Funktionsprinzip

Die Fettmesszange ist ein Gerät, um den Körperfettanteil zu messen, die dazugehörige Methode wird Kalipermetrie genannt.


Mit Hilfe einer Fettmesszange (Kaliper) können Sie bestimmen, wie hoch der Fettanteil Ihrer Körpermasse ist. Die Methode, bei der mit einer Zange das Fett an bestimmten Stellen gemessen wird, nennt man auch Kalipermetrie. Das Messen liefert Annäherungswerte, die dem tatsächlichen Fettanteil sehr nahe kommen.

Beim Messen sollte eine zweite Person helfen
Die Fettmesszange hat sich bei Sportlern, Übergewichtigen und Normalgewichtigen bewährt. Viele der Geräte kommen aus den USA. Sie sind mittlerweile einfach in der Handhabung und messgenau. Die Ergebnisse können an der Zange abgelesen werden. Meistens liegt dem Kaliper eine ausführliche Anleitung in deutscher Sprache bei. Auch Tabellen werden in der Regel von den Herstellern mitgeliefert. Anhand dieser Tabellen können Sie bestimmen, ob Ihr Körperfettanteil im Normbereich liegt. Bitten Sie Ihren Partner oder eine andere Person um Hilfe, wenn Sie Ihren Körperfettanteil bestimmten möchten. Bitten Sie ihn, das Gerät in die eine Hand zu nehmen und mit der anderen Hand die entsprechende Hautfalte anzuheben, die Sie gemessen haben möchten. Das geht ganz einfach: Lassen Sie Ihren Partner mit Daumen und Zeigefinger an die entsprechende Stelle fassen und bitten Sie ihn, zuzugreifen und die Falte nach oben zu ziehen. Die Falte muss so groß sein, dass sie in die Fettmesszange passt. Lassen Sie ihn die Zange zusammendrücken, bis es klickt. Nun kann er die entsprechende Zahl ablesen und notieren.

Von drei Messungen den Mittelwert berechnen
Ein möglichst genaues Ergebnis erzielen Sie, indem Sie die Messung an jeder Stelle drei Mal durchführen und anschließend den Mittelwert bilden, das heißt, Sie addieren die drei Zahlen und teilen Sie anschließend durch drei. Nun haben Sie ein ziemlich exaktes Messergebnis, das Sie mit den Zahlen aus der Tabelle vergleichen können. Gemessen werden können folgende Stellen: Bauchfalte, Brustfalte, Beinfalte, Hüftfalte, Trizepsfalte, Achselfalte und Rückenfalte. Bedenken Sie, dass Frauen einen um etwa zehn Prozent höheren Körperfettanteil als Männer haben und dass der Körperfettanteil mit zunehmendem Alter zunimmt. Obwohl die Methode recht zuverlässig ist, sind Fehler beim Messen möglich. Eine Rolle spielen unter anderem der Druck, mit der die Fettmesszange die Haut zusammendrückt und der Zeitpunkt des Ablesens. Wenn Sie die Zange mit einem Anpressdruck von zehn Gramm pro Quadratmillimeter anlegen und die Dicke innerhalb von vier Sekunden ablesen, können Sie diese Fehlerquellen eindämmen.