Fettwegspritze - Erfolge und Risiken

Die Fettwegspritze scheint ohne ernsthafte Gefahren zu wirken und bietet ein Chance für Normalgewichtige mit Problemzonen.


Abnehmen ohne lästige Diät - das verspricht die Fettwegspritze. Doch stimmt das tatsächlich? Experten sind sich uneinig. Ernsthafte Gefahren sind bei einer Behandlung durch den Facharzt bisher nicht bekannt. Trotzdem wird gewarnt, denn wissenschaftliche, repräsentative Studien fehlen. Die Risiken sind noch nicht final einschätzbar. Von einigen Fachärzten wird vermutet, dass der Erfolg patientenspezifisch ist. Bei der Fettwegspritze erfolgt die Therapie, im Gegensatz zur klassischen Fettabsaugung, nicht auf mechanischem oder physikalischem Weg, sondern das Fett wird aufgelöst. Lipostatil (R), das wohl bekannteste Medikament, enthält Phospholipide zur Senkung der Blutfette. In Deutschland ist das Präparat nicht zur ästhetischen Behandlung zugelassen - wohl aber zur Vorbeugung und Behandlung von Fettembolien.

Methode zur Eliminierung kleinerer Fettmengen

  • Das medizinische Verfahren – auch (Injektions-) Lipolyse genannt –  wird bei Normalgewichtigen mit Problemzonen angewendet. Also nur bei kleineren Fettmengen, wie sie unter anderem bei Cellulite, Doppelkinn, im Oberschenkelbereich oder bei Tränensäcken auftreten können. Auch bei "Reiterhosen", Fettansammlungen im Brust- Hüft- oder Bauchbereich und im Nasen-Lippenbereich soll die Spritze helfen. 
  • Injiziert wird der Wirkstoff Phosphatidylcholin, der das Fett an den Problemzonen gezielt verstoffwechselt. Eine Therapie dauert 15 bis 40 Minuten und erfolgt ambulant. Je nach Anzahl der nötigen Behandlungen belaufen sich die Kosten auf 350 bis 1500 Euro. Unabhängig von der Anzahl der Therapien sollte darauf geachtet werden, nicht zuviel Wirkstoff zu verabreichen. In wieweit die Therapie erfolgreich war, ist normalerweise nach drei Monaten zu verzeichnen.

Spritze kann Rötungen und Juckreiz verursachen

  • Die Injektion führt oftmals zu Juckreiz, Rötungen oder Schwellungen, die erst nach einigen Tagen abnehmen. Auch Schmerzen können auftreten. Bedingt durch einen zeitweisen Blutdruckabfall können Kreislaufprobleme wie Schwindel vorkommen. Bei falscher Dosierung ist eine Zystenbildung nicht ausgeschlossen. Anwender haben auch vorübergehend von einem eigenartigen Geschmack im Mund berichtet.
  • Nicht geeignet ist die Methode bei Patienten mit Übergewicht. Eine Therapie ist in der Schwangerschaft, bei Herz-Kreislauferkrankungen, Lebererkrankungen und bei Allergien gegen Sojaprodukte ebenfalls nicht möglich. Auch Patienten mit Störungen der Blutgerinnung oder inneren Erkrankungen können die Fettwegspritze nicht nutzen. In jedem Fall sollte bei Interesse vorab der Rat eines Arztes in Anspruch genommen werden, denn starke Herzmittel, blutverdünnende Medikamente und so weiter können zu Komplikationen führen.