Feuchtigkeit in der Wohnung: Mögliche Ursachen

Feuchtigkeit in der Wohnung kann verschiedene Ursachen haben. Meist liegt es jedoch einfach daran, dass falsch gelüftet und geheizt wird.


Feuchtigkeit in der Wohnung sollte so weit es geht, vermieden werden. Ist die Wohnung durch falsches Lüften feucht, kann das aber relativ einfach behoben werden. Hat die Feuchtigkeit jedoch andere Gründe, helfen meist nur Sanierungsmaßnahmen. Und sind die Wände feucht, kann schnell Schimmel entstehen.

Falsches Lüften und Heizen
Die Raumluft ist immer feucht. Das ist ganz normal. Optimalerweise sollte die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung etwa 50 Prozent betragen. Doch ist zuviel Feuchtigkeit in der Luft, sollte häufiger gelüftet werden. Die Raumluft kann nämlich nicht unendlich viel Wasser aufnehmen. Wenn nichts mehr geht, sammelt sich Kondenswasser an der kältesten Stelle im Raum. Deswegen empfiehlt es sich, drei bis fünf mal am Tag stoßzulüften.

Doppelglasfenster nicht so gut wie Ihr Ruf
Gerade in modernen Häusern mit Doppelglasfenstern oder in sanierten Häusern ist die Raumluft oft viel zu feucht – alle Wände und Fenster sind so gut abgedichtet, dass der Luftaustausch nicht stattfinden kann. Wer also in seiner Wohnung Isolierglasfenster hat, muss besonders aufpassen, um die Schimmelbildung zu vermeiden. Denn nun sind nicht mehr die Fenster die kälteste Stelle im Raum, wie bei einfach isolierten Fenstern, sondern die Außenwand des Zimmers. Da die Feuchtigkeit sich immer an der kältesten Stelle absetzt, geht sie also statt an die Fenster an die Außenwand. Und wenn dort Schimmel entsteht, ist er deutlich schwerer zu entfernen, als am Fenster.
Bei einfach verglasten Fenstern ist ein gutes Anzeichen für ein nötiges Lüften beschlagene Fenster. Lüften Sie auch, wenn es draußen regnet oder schneit. Auch dann ist die Luft draußen nämlich trockener als drinnen.

Andere Ursachen
Aber nicht immer ist die Feuchtigkeit in der Wohnung selbstverschuldet. Mögliche Ursachen sind beispieslweise Mängel in der Bausubstanz, also zum Beispiel Wasserflecken an der Wand oder Decke – Hier ist ganz klar das Dach oder die Wand undicht. Schuld haben kann aber auch beispielsweise eine schlechte Wärmedämmung, eine mangelhafte Dampfsperre oder Risse im Putz. In solchen Fällen hilft nur eine Sanierung des Gebäudes – doch die will der Vermieter meist nicht tragen und schiebt den Schimmel auf den Mieter, der angeblich schlecht lüftet und heizt.
Gab es einen Wasserrohrbruch oder einen anderen Wasserschaden? Eventuell wurde er fehlerhaft trockengelegt. Im Baumarkt kann man sich Raumentfeuchter ausleihen, die dem Raum Feuchtigkeit entziehen. Sie sind in einen Neubau gezogen? Eventuell handelt es sich um die ganz normale Neubaufeuchtigkeit – die Wände sind einfach noch nicht komplett getrocknet.