Feuchtigkeit in der Wohnung: Richtig heizen

Egal ob die Feuchtigkeit in Ihrer Wohnung selbstverschuldet ist oder durch die Bausubstanz bedingt ist: Wichtig ist immer, dass Sie richtig heizen.


Feucht ist die Luft immer. Doch wenn sie zu feucht ist, besteht Schimmelgefahr für Ihre Wohnung. Die Feuchtigkeit kann viele Gründe haben. Zum einen kann sie hausgemacht sein. Bei einem Vier-Personen-Haushalt sind zum Beispiel normalerweise etwa zehn Liter Wasser in der Raumluft. Das Wasser entsteht vor allem beim Kochen, Wäsche trocknen, Duschen, Baden aber auch durch Zimmerpflanzen und Haustiere. Aber auch Baumängel oder ein schlecht behobener Wasserschaden können der Grund für zu hohe Luftfeuchte sein. Richtig heizen kann jedoch helfen, die Feuchtigkeit zu minimieren.

Beschlagene Schlafzimmerfenster – was nun?
Oft sind die Schlafzimmerfenster morgens beschlagen. Das liegt daran, dass der Mensch gerade nachts viel Feuchtigkeit produziert. Durch das Atmen im Schlaf entsteht viel Feuchtigkeit, die sich dann in Dampfform am Schlafzimmerfenster absetzt, wenn die Luft keine weitere Feuchtigkeit aufnehmen kann.

Richtig heizen
Sie haben oft beschlagene Fenster? Das ist ein eindeutiger Indikator für eine zu hohe Luftfeuchte und eine zu kalte Raumluft.
Sind die Fenster feucht, sind die Wände es auch. Und feuchte Wände dämmen schlechter als trockene: Die Wärme kann ganze 60 mal schneller entweichen. Schimmel kann entstehen. Gerade im Winter müssen Sie also viel heizen und lüften, ansonsten geht die Feuchtigkeit in das Mauerwerk über. Schließlich kann nur warme Luft die Feuchtigkeit aufnehmen – deswegen ist es so wichtig im Winter zu heizen.

Heizung nie ganz abstellen
Schaffen Sie sich ein Zimmerthermometer an. Die Raumluft sollte niemals kälter als 18 Grad sein, besser ist eine Raumtemperatur von 19 bis 22 Grad. Die Heizung sollte tagsüber nicht abgestellt werden, da dann alle Wände und Decken auskühlen. Auch wenn man abends stark heizt, können die Wände sich in so kurzer Zeit nicht so schnell wieder aufheizen. Übrigens ist das dauerhafte Beheizen keineswegs eine Energieverschwendung, sondern deutlich günstiger als nur manchmal die Heizung hochaufzudrehen. Das gleichmäßige Heizen lohnt sich also aus vielen Gründen.

Die Luft muss zirkulieren können
Stellen Sie keine Möbel vor die Heizungen, da die Luft dann nicht zirkulieren kann. Schwere Möbel, egal ob Sofas oder Kleiderschränke, sollten Sie etwa fünf bis zehn Zentimeter von der Wand entfernt stellen, damit auch hier die Luft zirkulieren kann. Schimmel entsteht oft in den Räumen, die nicht so sehr beheizt werden (wie beispielsweise Keller, Abstellräume, Arbeitszimmer) und an Außenwänden, sowie hinter schweren Möbeln oder Vorhängen.