Feuerfeste Tür - wo müssen sie verbaut werden

In bestimmten Bereichen und Gebäuden muss laut Brandschutz eine Feuerfeste Tür eingebaut werden, um mögliche Schäden zu begrenzen oder ganz auszuschließen.


Die Schäden, welche jährlich durch Brände entstehen, summieren sich auf ungefähr zehn Milliarden Euro. Dabei könnten einige Schäden vermieden werden, wenn in bestimmten Bereichen, in denen es nicht vorgeschrieben ist, zusätzliche eine Feuerfeste Tür eingebaut wird.

Anforderungen an feuerfeste Türen
Brandschutztüren, wie die feuerfesten Türen auch genannt werden, sollen die Ausbreitung eines Feuers von einem Raum verhindern, der mit feuerbeständigen oder feuerhemmenden Wänden ausgestattet ist. Diese Anforderungen sind in der DIN 4102 geregelt. In dieser Norm werden die Baustoffe je nach Brandverhalten in verschiedene Brandschutz-Baustoffklassen unterteilt. Es gibt fünf verschiedene Klassen. Die Klasse A1 ist nicht brennbar und besteht nicht oder aus nur geringen organischen Bestandteilen. Hier gehören fast alle Baustoffe aus Mineralien dazu. In die Klasse A2 fallen die nicht brennbaren Baustoffe, die oft organische Bestandteile besitzen. In der Klasse B1 sind brennbare, aber schwer entflammbare Baustoffe enthalten. Zu der Klasse B2 gehören brennbare und normal entflammbare Baustoffe. In Klasse B3 sind brennbare und leicht entflammbare Stoffe eingeordnet. Die Klasse A1, A2 und B1 dürfen im Hausbau fast unbeschränkt eingesetzt werden. Neben den Brandschutz-Baustoffklassen gibt es in dieser Norm noch die Feuerwiderstandsklassen. Bei diesen wird geregelt, wie lange das Bauteil mindestens funktionsfähig bleiben muss, falls es brennt. Die Buchstaben stehen dabei für die verschiedenen Bauteile. Ein F steht für allgemeine Bauteile und Verglasungen, die eine hohe Wärmedämmung haben, das G für Verglasungen, die keine Dämmung für Hitzestrahlung besitzen, T für Türen und für nicht tragende Außenwände steht das W. Die Zahl hinter den Buchstaben gibt die Widerstandsdauer in Minuten an. Eine Feuerfeste Tür gibt es als feuerhemmend, was der Klasse T30 entspricht, hochfeuerhemmend, welche der Klasse T60 entspricht und einer feuerbeständigen, die die Klasse T90 besitzt.

Wo muss eine feuerfeste Tür eingebaut sein?
Je nach Bundesland unterscheiden sich die Sonderbauvorschriften, beziehungsweise die Landesbauordnung, in denen geregelt ist, wo genau Brandschutztüren eingesetzt werden müssen. In Gebäuden, die öffentlich zugänglich sind, müssen diese Türen auf jeden Fall eingebaut werden, ebenso in hohen Gebäuden. Die Brandschutztüren befinden sich in Notausgängen, langen Fluren und Treppenhäusern. Im privaten Bereich ist nur an äußerst feuergefährdeten Orten eine Feuerfeste Tür einzubauen, zum Beispiel beim Heizungskeller. Aber auch zur Trennung von Wohnbereich und Garage sind sie einsetzbar. In einem Mietshaus werden Brandschutztüren zusätzlich als Wohnungstür verbaut, damit ein Übergreifen des Feuers in das Treppenhaus verhindert wird.