Feuermal: Unschöne Fehlbildungen

Früher konnte man einem Feuermal noch nicht adäquat beikommen. Heute verschwinden die Male durch eine Laserbehandlung.


Ein Feuermal ist eine Fehlbildung der Blutgefäße.
In der Medizin werden sie als „Naevus flammeus“oder „Teleangiektatische Fehlbildungen“ bezeichnet. Sie gehören zu den häufigsten Fehlbildungen: 0,3 Prozent der Neugeborenen kommen mit Feuermalen auf die Welt. Häufig tritt das Feuermal am Nacken des Babys auf. Man spricht dann von einem „Storchenbiss“.

Mit dem Kind wächst auch das Feuermal
Die Feuermale sind meist angeboren. Nach der Geburt sind die Flecken meist noch sehr hell. Doch wird das Kind größer, verändern sich auch die Feuermale. Sie werden ebenfalls größer und die Farbe changiert zwischen dunkelrot bis bläulich. Abhängig von der Temperatur oder auch dem Seelenzustand des Kindes können sich diese allerdings auch verfärben. Im Laufe der Jahre kann aus dem Fleck dann gar eine Erhebung werden.

Auch andere Gefäßveränderungen?
In dem meisten Fällen sind die Feuermale harmlos. Es sind aber auch schwerwiegende Gefäßveränderungen der Augen, Arme, Beine oder gar des Gehirnbereichs möglich. Deshalb müssen Babys, die mit Feuermalen auf die Welt kommen, gründlich untersucht werden. Nur so kann man ausschließen, dass bei Feuermalen am Kopf nicht auch die Blutgefäße der Augen betroffen sind. Dadurch könnte Grüner Star, also ein Glaukom, entstehen. Auch können Verkalkungen im Gehirn entstehen, die zu Epilepsie führen können, falls die Verkalkungen nicht rechtzeitig erkannt werden. In der medizinischen Fachsprache nennt man das das Sturge-Weber-Syndrom. Auch sind Gefäßveränderungen in Armen und Beinen, Riesenwuchs und Krampfadern möglich. In diesem Fall spricht man vom Klippel-Trenaunay-Weber-Syndrom. Wird die Gefäßveränderung nicht behandelt, kann sich eine Fehlhaltung der Wirbelsäule oder ein Beckenschiefstand entwickeln.

Ursache ungeklärt
Die Feuermale entstehen in einer sehr frühen Entwicklungsphase des Embryos, wahrscheinlich dann, wenn auch die Organe angelegt werden. Warum sich die rötlichen Flecken bilden, ist allerdings noch unklar. Eine Vorbeugung vor Feuerflecken ist nicht möglich. Entdeckt man aber auf der Haut des Säuglings eine Verfärbung sollte man schleunigst zum Kinderarzt, um Erkrankungen auszuschließen.

Feuermale sind behandelbar
Noch vor einigen Jahrzehnten galten Feuermale als unbehandelbar: Röntgenbestrahlungen, Kyrotherapie und Verödung konnten die Feuermale nicht reduzieren und waren zum Teil sogar schädlich. Doch heute können Feuermale mithilfe der Lasertherapie deutlich minimiert werden. Hierbei werden die Gefäße in fünf bis zehn Sitzungen immer weiter verödet. So kann kein Blut mehr durchfließen und das Feuermal wird immer blasser. Diese Lasertherapie kann sowohl bei Babys als auch bei Teenagern durchgeführt werden.Generell heilen Feuermale im Gesicht besser ab als am Körper, bei Kindern ist die Aufhellung meist stärker als bei Erwachsenen.
Nach der Lasertherapie sollte man die Sonne mindesens sechs Wochen meiden, sich nicht rasieren, sich nur vorsichtig abtupfen und nicht abtrocknen und auf Vollbäder, Sauna und Sport verzichten. Nach der Behandlung treten oft Schwellungen und Rötungen oder gar Krusten auf. Diese sind Teil des Heilungsprozesses und verschwinden spätestens nach vier Wochen.