Feuerschutztür: Hinweise zum Einbau

Wer eine Feuerschutztür einbauen möchte, muss bestimmte Hinweise und Vorschriften beachten, damit diese korrekt abgenommen wird.


Auch im privaten Bereich kann der Einsatz einer Feuerschutztür gesetzlich vorgeschrieben sein, beziehungsweise empfohlen werden. Hierzu gehört zum Beispiel der Heizungsraum oder die Abtrennung von Garage und Wohnbereich. Für die Sicherung eines Raumes ist jedoch nicht nur eine feuerfeste Tür erforderlich.

Was muss vor dem Einbau beachtet werden?
Die verwendeten Materialien für die Wände, zum Beispiel Mineralwolle, Silikon, Mörtel und Dübel, müssen alle einer Feuerschutzeignung unterliegen und die Wand muss mindestens die gleiche Feuerwiderstandsklasse besitzen, wie die Tür. Weiterhin ist wichtig, ob das Wandsystem fest und stabil genug ist, um das Türblattgewicht zu halten. Je nach Hersteller und Modell der Feuerschutztür kann diese variieren und ist in der jeweiligen Einbauanleitung nachzulesen. Zudem sollten Informationen eingeholt werden, welche Feuerwiderstandsklasse für den jeweiligen Raum erforderlich ist.

Welche Arten von Brandschutztüren gibt es?
Da je nach Verwendung des Raumes unterschiedliche Anforderungen an die Tür gestellt werden, sind die Brandschutztüren, wie diese Türarten auch genannt werden, in unterschiedliche Klassen eingeteilt. Die Einteilung hängt davon ab, wie lange eine Tür verhindert, dass das Feuer durchdringen kann, sich danach aber noch öffnen lassen muss. Laut DIN 4102 gibt es für die Feuerschutztür die Klassen T30, T60, T90, T120 und T180. Dabei entsprechen die Zahlen dem Feuerwiderstand der Tür in Minuten. Feuerhemmende Türen gehören in die Widerstandsklasse T30, die Feuerwiderstandsklasse T60 beinhaltet hochfeuerhemmende Türen und feuerbeständige Türen sind der Widerstandsklasse T90 zugeordnet. Eine weitere Unterscheidung gibt es zwischen einflügelige Türen, die zum Beispiel als T30-1 ausgezeichnet sind und zweiflügelige Türen, die beispielsweise die Bezeichnung T120-2 haben. Für alle Brandschutztüren gilt, dass diese selbstschließend sein müssen.

Was müssen Brandschutztüren aufweisen?
Auf dem Türblatt muss das Zulassungsschild angebracht sein, welches auf keinen Fall entfernt werden darf. Auf diesem ist die Zulassungsnummer der Tür des Deutschen Instituts für Bautechnik eingeprägt, aus dem die Widerstandsklasse, die Prüfungsanstalt und die Nummer des Zulassungsbescheides hervorgeht. Ist dieses Schild nicht mehr vorhanden, erlischt die Feuerschutzzulassung. Weiterhin muss eine Übereinstimmungserklärung der Montagefirma vorliegen, die den ordnungsgemäßen Einbau und die zulassungskonforme Montage bescheinigt. Eine Wartungsanleitung und der Zulassungsbescheid des Deutschen Instituts für Bautechnik für die Feuerschutztür muss ebenfalls sorgfältig aufbewahrt werden.