Feuerversicherungen im Vergleich

Feuerversicherungen bieten einen umfassenden Schutz für Gebäude und Inventar.


Als älteste Feuerversicherung der Welt sieht sich die Hamburger Feuerkasse, die bis in das Jahr 1591 zurückgeht. Bis 1994 war es in einigen Regionen Deutschlands Pflicht, sich gegen Brandgefahren und andere Elementarereignisse wie Erdbeben, Hochwasser, Lawinendruck, ja sogar einen Vulkanausbruch bei regionalen Feuerversicherungen abzusichern. Dieser Zwang ist aufgrund einer EU-Regelung abgeschafft worden. Heute haben Hausbesitzer und Wohnungseigentümer sowie Mieter die Auswahl unter einer großen Zahl in ganz Deutschland tätiger Feuerversicherungen. Daneben gibt es nach wie vor lokale Brandgilden und Feuerversicherungen, die nur in einer begrenzten Region tätig sind.

Feuerschäden werden umfassend versichert
Feuerversicherungen bieten durchweg nicht nur Schutz gegen die unmittelbaren Schäden eines Brandes. Auch die weitergehenden Folgen wie etwa durch Betriebsunterbrechung werden abgesichert. Auch Elemantarereignisse wie Blitzschlag – kalter Schlag – und Feuer durch technische Schäden werden versichert. Wesentlich ist, dass die Versicherung von Gebäuden nicht das Inventar umfasst. Das muss durch eine Hausratsversicherung oder bei Gewerbebetrieben mit einer gleichartigen Police abgesichert werden. Auch Schäden durch Leitungswasser oder Abwasser können gesondert gedeckt werden. Gleiches gilt für Glasbruch. Feuerersicherungen von Gebäuden schließen normalerweise Sturmschäden ein, wenn die Windstärke mindestens acht Beauforts überschritten hat. Nicht versichert sind dagegen Schäden durch Hochwasser. Dafür werden besondere Verträge angeboten.

Erfasst werden dagegen die Risiken einer Explosion etwa durch Gas oder durch die Heizung, aber auch Einwirkungen von außen etwa durch einen Flugzeugabsturz oder Überspannungen des elektrischen Leitungsnetzes. Die Feuerversicherungen bezahlen im Normalfall die Reparatur, etwaige Abbruchkosten und in Höhe des Versicherungswertes auch den Neubau. Hier kann es zu Problemen kommen, wenn gewerblich genutzte Gebäude nach dem Wiederaufbau nicht mehr zu den einstigen Zwecken genutzt werden können. Generell nicht versichert werden Schäden durch Kriegshandlungen oder Aufruhr. Auch solche durch – in Deutschland glücklicherweise seltene – Erdbeben sind in die Gebäudeversicherung nicht einbezogen und müssten gegebenenfalls durch eine Elementarverscherung abgedeckt werden.

Der Versicherungswert muss ausrechend sein
Ob Gebäude- oder Hausrat beziehungsweise Inventarversicherung: Wichtig ist immer, den Versicherungswert für die Feuerversicherungen ausreichend hoch anzusetzen. Hier wird gern gespart, aber vielfach sind sich insbesondere Wohnungsbesitzer gar nicht darüber klar, was es kostet, den Hausrat neu zu beschaffen. Eine Unterversicherung kann fatale Folgen haben. Dann ersetzen die Feuerversicherungen den Schaden nur anteilig zum Versicherungswert. In ihren Prämien weichen die Feuerversicherungen zum Teil erheblich ab. Wer vergleichen will, bedient sich sinnvollerweise eines unabhängigen Versicherungsmaklers. Der kann das günstigste Angebot ermitteln und den Vertragsabschluss vermitteln.