Holzarten erklärt: Fichtenholz

Der immergrüne Nadelbaum Fichte kann maximal 60 Meter hoch werden. Die Fichte hat nadelartige Blätter und hängende Zapfen. Fichtenholz spielt in der Holzindustrie eine wichtige Rolle.


Lateinischer Name: Piceae abies. Herkunft: Mittel-, Südost- und Nordeuropa.

Beschreibung von Farbe und Struktur

  • Fichtenholz sieht nahezu weiß aus und hat keine Kernfärbung. Das Frühholz ist hellgelblich und bildet markante Fladern, wobei das Holz oft von Harzkanälen durchzogen ist. Das Spätholz ist rötlich-gelb und einseitig stark begrenzt. 

Weitere Informationen

  • Die Fichte ist eine immergrüne Konifere mit nadelartigen Blättern und hängenden Zapfen. Die einzelnen Nadeln sind meistens spiralförmig um den Zweig angeordnet. Die Fichte wird im Durchschnitt 30 Meter, maximal 60 Meter hoch. Dabei erreicht sie einen Durchmesser von bis zu zwei Metern. 
  • Ihre Stämme sind lang, gerade und haben eine schuppige Rinde. Bis zu einer Stammhöhe von 20 Meter ist die Fichte astfrei. Eine ausgewachsene Fichte kann zudem an ihrer kelgelförmigen Krone bis zu fünf Millionen Nadeln tragen.
  • Äußerlich ist die Fichte der Tanne sehr ähnlich und wird mitunter mit dieser verwechselt. Das Durchschnittsalter der Fichte beträgt 250 bis 300 Jahre, maximal kann sie 1.000 Jahre alt werden. Sie ist ein ausgesprochen robuster Baum, unempfindlich gegen Frost, Unkraut oder Wildverbiss. Die Fichte zeichnet sich überdies durch schnelles Wachstum aus. 

Verwendung von Fichtenholz

  • Fichtenholz ist vielseitig verwendbar, weshalb die Fichte als der wichtigste heimische Holzlieferant und als wichtige Einkommensquelle vieler Waldbesitzer gilt. Allerdings benötigt die Fichte eine gute Pflege, da sie gegen Termiten und Hausbock anfällig ist. 
  • Die Fichte lässt sich insgesamt gut verarbeiten. Sie eignet sich gut zum Messern, Schälen und Spalten. Ebenso mühelos funktioniert die Verklebung und auch Schrauben und Nägel halten im Fichtenholz gut. Bei der Oberflächenbehandlung ist die Lackierung schwierig, während das Beizen problemlos möglich ist. 
  • Die Verwendungsmöglichkeiten sind aus den oben bereits genannten Gründen vielfältig. So wird Fichte für den Innen-, Außen- und Gartenbau verwendet, zum Beispiel für Dachstühle, Deckenbalken oder für Gerüste. Im Instrumentenbau findet sie als Resonanzholz Verwendung. Aus Fichtenholz werden außerdem Kisten, Fässer, Blindhölzer, Holzwolle, Zellstoff, Zellulose oder auch Leitern, Paletten, Spanplatten und Profilholz hergestellt.