Eine Film-DVD zu kopieren stellt heute keine schwierige Aufgabe mehr dar. Man sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, ob der Kopiervorgang rechtlich legitim ist.
Grundsätzliches zur Rechtslage
Wer ein Film-DVD kopieren möchte, sollte sich vorher rechtlich absichern. Prinzipiell ist es so, dass sich die Rechtslage zum Kopieren von DVDs europaweit deutlich unterscheidet. In Deutschland ist es lediglich erlaubt, DVDs zu kopieren, die keinen Kopierschutz besitzen. Das Umgehen eines Kopierschutzes stellt in Deutschland eine Straftat dar. Und selbst bei kopierschutzfreien DVDs ist Vorsicht geboten: die Rechte am Film besitzt der Urheber. Erst nach ausdrücklicher Genehmigung des Künstlers beziehungsweise Verleihs ist es legal, eine Kopie anzufertigen. Diese darf dann im privaten Umfeld durchaus weitergegeben werden. Im engeren Freundeskreis und der Familie darf man also eine Film-DVD kopieren und verleihen. Streng untersagt ist hingegen das Weitergeben, wenn der kopierenden Person ein kommerzieller Nutzen entsteht beziehungsweise kommerzielle Interessen vorhanden sind. Rechtlich ist es zusätzlich vorteilhaft, selbst Besitzer des Originals zu sein, falls es zu juristischen Komplikationen kommt.
Digitale und analoge Brennverfahren
Sind die rechtlichen Rahmenbedingungen erfüllt, so stellt sich zu allererst die Frage nach einem geeigneten Programm, wenn man ein Film-DVD kopieren möchte. Zahlreiche Entwickler stellen sowohl kostenpflichtige als auch kostenlose Programme im Internet und im Einzelhandel zur Verfügung. Oftmals unterscheiden sich die kostenlosen Programme im Funktionsumfang nur unwesentlich von den kommerziellen Vorbildern. Ist ein geeignetes Programm gefunden, so werden dem Nutzer in der Regel eine Reihe von Auswahlmöglichkeiten geboten. Die wichtigste Entscheidung, wenn man ein Film-DVD kopieren will, ist die Wahl des Ausgabeformats. Einerseits ist es möglich, Filme ohne Komprimierung zu kopieren. Dabei gehen keine Bild- oder Toninformationen verloren. Die Qualität des Films bleibt also unverändert. Der Nachteil dieses Formats ist der hohe Speicheraufwand, der bei circa 5 Gigabyte pro DVD liegt. Sehr beliebt ist neben dem direkten Kopieren einer Film-DVD auf eine andere DVD das Erstellen eines sogenannten Images. Ein Image ist eine identische, digitale Kopie der gesamten DVD. Die dadurch entstehenden, digitalen Datenträger werden normalerweise im sogenannten ISO Format abgespeichert. ISO-Dateien können durch spezielle Programme in virtuelle Laufwerke eingelegt und anschließend abgespielt werden. Alternativ dazu ist es möglich, eine ISO-Datei nachträglich auf eine DVD zu brennen. Die entstehende DVD entspricht dann der ursprünglichen DVD der ISO-Datei. Deutlich platzsparender sind jedoch komprimierende Filmformate. Weit verbreitet sind dabei vor allem das AVI Format und das MP4 Format. Derartige Formate können den Speicherbedarf von Filmen auch bei gut bleibender Bildqualität auf ein Fünftel des Ursprungswertes reduzieren. Es ist also möglich, durch beispielsweise das MP4 Format mehrere Filme auf einer DVD zu speichern. Zu beachten ist allerdings, dass diese DVDs meist nur noch von Computern, nicht jedoch von DVD-Playern lesbar sind.