Flauschigweiche Begleiter für jeden Tag: Teddy sammeln

Sie lieben Teddys? Auch so sehr, dass Sie dafür 200.000 Euro ausgeben würden? Das Teddy sammeln wird ein immer beliebteres Hobby.


Wenn sie einen mit ihren großen braunen Augen ansehen, fühlt man, wie das Herz einen kleinen Sprung macht und Glückshormone ausgeschüttet werden. Alle Probleme sind für einen kleinen Augenblick vergessen, Beziehungsstress tritt in den Hintergrund und alles ist nur noch halb so schlimm, wenn man einen der Bärenbrüder in den Arm nimmt. Das kuschelweiche Fell lädt zum Kuscheln und Schmusen ein, Teddys sind ideale Einschlafhilfen und toller Ersatz, wenn der Partner mal wieder im Ausland unterwegs ist.

Teddy sammeln: Begehrte Objekte
Schon längst sind Teddys, die ihren Namen vom amerikanischen Präsidenten Theodore „Teddy“ Roosevelt erhalten haben, nicht nur in Kinderzimmern zu finden. Auch Erwachsene sammeln und horten Bären unterschiedlicher Herkunft, Farbe und Hersteller. Die bekannteste Teddymarke ist wohl Steiff, die ihre Produkte mit einem Knopf im Ohr ausstattet. Aber auch Hermann, Gehlmann oder Clemens sind bekannte Namen bei Menschen die Teddy sammeln. Und diese Sammelleidenschaft kann richtig teuer werden, besonders wenn es um antike Bären geht. Unlängst bezahlte ein japanischer Sammler 215.000 Euro für einen einzelnen Bären. Auf deutschen und internationalen Messen und Ausstellungen können Sammler ihre Bären zeigen, bewerten und schätzen lassen.

Build a bear: Bau dir deinen persönlichen Kuschel-Freund
Doch mehr für das kindliche Publikum gedacht, sind die „Build a bear“-Workshops, die ursprünglich in den USA für leuchtende Kinderaugen sorgten. Aber auch in Deutschland gibt es bereits fünf Filialen, zwei davon in Hamburgs Innenstadt. Wer sich selbst sein ganz persönliches Exemplar kreieren möchte, braucht ein wenig Zeit, denn so eine Teddygeburt muss sorgfältig vorbereitet werden. Zunächst wird die Hülle ausgesucht, die anschließend zum Leben erweckt wird. Man sucht sich ein Herz für den neuen besten Freund aus und versieht es mit einem ganz persönlichen Wunsch. Danach wird der Teddy mit Leben und wollig-weichem Flausch gefüllt. Zwischendurch erfolgt immer wieder die Kuschelprobe, um zu entscheiden, ob der Teddy lieber hart oder weich sein soll. Nun kann der Teddy sich anziehen lassen. Ob rockig-verrückt mit Käppi und Lederjacke oder so wie die Natur ihn geschaffen hat, entscheiden muss jeder selbst, wie sein Bär aussehen soll. Abschließend bekommt der Bär einen Namen und eine Geburtsurkunde, auch eine ID-Marke gehört mit zum Paket. Geht der Bär mal verloren, kann er sofort dem richtigen Besitzer zugehört werden.

Eau de Teddy
Zwar gehört es nicht zum Angebot des „Build a bear“-Workshops, eine verrückte Idee ist es aber dennoch. Vor einigen Jahren erfand Constanze Salm, ihres Zeichens begeisterte Bärenfreundin, spezielle Teddydüfte, für die Bärenfrau oder den distinguierten Teddymann. Der Duft für die plüschigen Freunde wird einfach – wie beim Menschen auch, hinters Ohr gesprüht. Damit der Besitzer auch etwas davon hat, kann es auch auf den Bauch gegeben werden, sodass beim Kuscheln ein frischer Duft die Sinne streichelt. Weitere Skurilitäten im Shop: Teddy-Shampoo, das bei älteren Bärenherren sogar Haarausfall vorbeugen soll.

Selbst kreativ werden
Sammler wollen ihre Lieblinge nicht nur kaufen, sondern auch selbst herstellen. Bastelläden bieten hierzu fertige Teddy-Sets an. Kreative können mit solchen vorgefertigten Produkten aber nur wenig anfangen. Der erste eigene Bär ist schnell entworfen, noch Mohair, Garn für die Nase und Augen eingekauft und schon bald ist der erste selbst gemachte Teddybär fertig. Für Profis sind Miniaturbären eine echte Herausforderung, diese sind nur wenige Zentimeter groß.

Fernweh-Touren
Wollen Sie Ihrem Lieblingsteddy mal die große weite Welt zeigen? Kein Problem, verschiedene Bären-Reisveranstalter haben spannende Städtetouren und Wellnesstrips in ihrem Angebot. Der Bär wird alle Sehenswürdigkeiten besuchen, hat die Gelegenheit, an Koch- oder Schachkursen teilzunehmen und kommt in den Genuss von Fuß- oder Ganzkörpermassagen. Wieder daheim kann er – mittels vieler schöner Fotos und einem typischen Mitbringsel – von seinen zahlreichen Erlebnissen berichten.