Neben Gemüse und Obst spielt auch Fleisch Babybreieine nicht unwesentliche Rolle in der Babyernährung. Dieses enthält hohe Mengen gut verwertbares Eisen, welches für die Blutbildung sehr wichtig ist. Auf eine entsprechende Menge konnten sich die Experten noch nicht verständigen, Einigkeit besteht aber in der Art des Fleisches. So sollte vor allem fettarmes und mageres Fleisch im ersten Lebensjahr bevorzugt werden. Ab dem siebten Lebensmonat eignet sich besonders Rind- und Geflügelfleisch, ab dem achten Monat kann auch Lammfleisch in die Ernährung eingeführt werden.
Vegetarische Eltern?
Vegetarisch lebende Eltern sollten sich sehr genau über die Zusammensetzung der Beikostmahlzeiten informieren, um Mangelerscheinungen ausschließen zu können. Anzeichen für eine Mangelsituation sind Blässe, ein geschwächtes Immunsystem und demzufolge eine erhöhte Infektanfälligkeit. Kleinkinder haben einen höheren Eisenbedarf als Erwachsene, da ihre Eisenreserven zwischen dem sechsten und neunten Monat komplett aufgebraucht wurden. Mit fleischlosen Beikostmahlzeiten ist es sehr viel schwieriger, diesen Bedarf zu decken. Der Grund liegt in der Eisenverfügbarkeit. Der menschliche Organismus kann aus fleischhaltigen Lebensmitteln etwa 20 Prozent des enthaltenen Eisens ziehen, aus pflanzlichen Produkten hingegen nur etwa drei bis acht Prozent. Eltern, die nicht möchten, dass ihr Kind Fleisch Babybrei zu sich nimmt, sollten daher besonderen Wert auf eine ausgewogene Zusammenstellung der Beikostmahlzeiten legen. Besonders eisenreiches Vollkorngetreide – zum Beispiel Hirse und Haferflocken – in Verbindung mit Vitamin-C-reichem Gemüse (Brokkoli, Fenchel) erhöht die Eisenverfügbarkeit des Gemüses. Das Forschungsinstitut für Kinderernährung empfiehlt folgendes Rezept, das eine ausreichende Eisenversorgung sicher stellt.
Gemüse-Kartoffel-Vollgetreidebrei