Fliegen mit Sportgepäck - worauf achten?

Wer mit Sportausrüstung reist, dem bieten die meisten Fluglinien Sondertarife, die Ausrüstung muss allerdings frühzeitig angemeldet werden.


Für viele Urlauber ist die Ferienzeit auch Sportzeit. Urlaubsgebiete wie die portugiesische Algarve oder die Ostküste Mallorcas, werden immer mehr für Radfahrer und Golfer erschlossen. Natürlich wollen auch die Taucher und Skifahrer ihre eigene Sportausrüstung im Urlaub nicht missen. Der Spaß kann teuer werden, wenn man am Abflugtag ahnungslos mit seinen Utensilien am Check-in Schalter erscheint.

Frühzeitig informieren und anmelden
Doch wer sein Sportgepäck vor dem Flug anmeldet, kann damit kostengünstig reisen. So bieten Air Berlin, Aero Lloyd, Hapag Lloyd und Thomas Cook Airlines den kostenlosen Transport einer Golf- oder Tauchausrüstung bis zu einem gewissen Maximalgewicht an. Viele Fluggesellschaften transportieren die Wintersportausrüstung sogar kostenlos. Andere berechnen Gebühren zwischen 25 und 40 Euro. Radfahrer müssen allgemein mit einem Aufpreis für Ihr Rad rechnen.

Aufpassen bei Linienfliegern
Bei Linienfliegern geht es nach der Route: Bei den so genannten Piece-Concept-Routen, zum Beispiel Nordamerika, darf der Passagier zwei Gepäckstücke à 32 kg mitnehmen, darunter auch Sportgepäck. Bei anderen Linien gibt es für Economy Class-Passagiere lediglich die üblichen 20 kg Freigepäck, der Rest ist Übergepäck. Einzelne Gesellschaften sind kulant: So befördern Brunei Airlines und Thai Airways Golfgepäck gratis, Taucher bekommen bei Cathay Pacific zusätzliches Freigepäck. Fahrradfahrer fliegen am preiswerten mit der Lufthansa, Austrian Airlines oder British Airways.
 
Tipps für Vielflieger
Wer länger als 28 Tage verreist, erhält bei vielen Ferienfliegern zusätzliches Freigepäck. Auch Kundenkarten-Inhaber und Bonusmilen-Fluggäste sind begünstigt. Wer nicht darunter fällt, zahlt Übergepäck, was sich aber auch im Rahmen hält. So werden für Kurzstrecken zwischen 2,5 und 5 Euro pro Kilo Übergepäck verlangt. Fragen Sie nach Hin- und Rückflugrabatten für Sportgepäck.
 
Checken Sie Verpackung und Versicherung
Generell gilt: Fahrräder müssen in einer Fahrradbox oder Tasche verpackt sein, der Lenker muss parallel zum Rahmen stehen, die Pedale müssen abgeschraubt oder nach innen gedreht sein und die Luft muss aus den Reifen gelassen sein. Fußbälle werden ebenfalls nur leer befördert, genauso Tauchflaschen. Für den Transport von Sportwaffen gelten eigene Sonderbedingungen. Beachten Sie auch die Absicherung Ihres Sportgepäcks. Bei einigen Airlines, so etwa Thai Airways, ist es nämlich nicht versichert, eine Reisegepäckversicherung ist also zusätzlich erforderlich. Und planen Sie den Extra-Gang zum „Bulky Baggage“-Schalter ein. Viel Spaß beim Aktivurlaub!