Flirten im Büro: Stressfreier durch den Joballtag

Ein wenig Flirten im Büro hat noch nie jemandem geschadet. Doch auch hier müssen bestimmte Spielregeln eingehalten werden.


Ein wenig Flirten im Büro zwischen Kaffeemaschine und Kopierer ist Balsam für die Seele. Er vertreibt die Müdigkeit, lockert die Arbeitsatmosphäre auf und mindert Stress. Zudem ist er ein kleiner Auftrieb für Ihr Selbstbewusstsein. Doch bei allem Spaß sollten Sie nicht vergessen, warum Sie eigentlich im Büro sind.

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Eine der am häufigsten eingesetzten Strategien, um den Kollegen am Nachbartisch näherzukommen, sind E-mails. Doch die elektronischen Botschaften sind nicht ganz ungefährlich. Da alle Büro-mails dokumentiert werden, können sie auch im Ernstfall juristisch gegen Sie eingesetzt werden. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten nur harmlose und völlig un-einzweideutige Formulierungen gewählt werden. Loben Sie den Kollegen für seine hervorragende Präsentation oder machen Sie Komplimente zu seiner fachlichen Kompetenz. Allzu deutliche Aussagen zum Äußeren, besonders dem Dekolleté der Kollegin, sollten unterbleiben.

Kleine Stärkung zwischendurch
Der Deutschen liebstes Getränk ist Kaffee und der wird natürlich auch im Büro oft und gerne getrunken. Servieren Sie Ihrem Lieblingskollegen doch einfach eine Tasse frisch zubereiteten Kaffee. Wenn Sie jetzt noch wissen, wie er oder sie ihn gerne trinkt, haben Sie gewonnen. Oder ist Ihr Kollege doch eher der Tee-Typ? Bringen Sie ihm doch eine Tasse seiner Lieblingsmischung vorbei und Sie werden garantiert mit einem strahlenden Lächeln belohnt. Flirtprofis machen aus solch einer netten Geste ein wiederkehrendes Ritual. Wie wäre es beispielsweise mit dem „Dienstag 3 Uhr Kaffee“?

Gefährliche Nähe
Flirten im Büro ist ein körperloser Sport. Halten Sie Distanz und achten Sie auf die Körpersprache Ihres Gegenübers. So kann beobachtet werden, dass Menschen, die sich noch fremd sind, in Form eines „V“ zueineinander stehen, während Menschen, die sich besser kennen, in die „U“-Form übergehen. Kommt es in der U-Stellung – hierbei stehen sich die Gesprächspartner paralell gegenüber, zu einer zufälligen Berührung – signalisiert das starke Sympathie. Auch die unbewusste Imitation von Bewegungen und Gesten des Gegenübers – als Spiegel-Technik bekannt – kann als Zeichen für gegenseitige Anziehung gewertet werden.
Grabschen oder jede andere Form der physischen Annäherung ist tabu und kann in einer Anzeige, Abmahnungen oder gar der Kündigung enden. Was Sie jedoch in den eigenen vier Wänden machen, bleibt Ihnen überlassen.

Gemeinsam den Stress besiegen
Durch die erzwungene Nähe entsteht Intimität, nicht selten ist eine gemeinsame Zusammenarbeit Ursprung einer langjährigen Freundschaft. Lernen Sie Ihre Kollegen näher kennen, lachen Sie und reduzieren so den Stress. Gemeinsam über einen Witz zu lachen verbindet und schafft Nähe. Billige Sex-Witzchen oder makabre Themen sind jedoch unangebracht und sorgen nur für unverständliches Kopfschütteln. Bieten Sie Ihrem Kollegen Hilfe an, wenn es mal wieder drunter und drüber geht. So zeigen Sie sich rücksichtsvoll und haben gleichzeitig die Möglichkeit, den anderen besser kennenzulernen. Spenden Sie Trost, wenn der Chef mal wieder besonders grausam war. Auch das wird Sie einander näherbringen.