Die zweitgrößte Nordseeinsel Deutschlands ist eine faszinierende Mischung aus friesischer Gemütlichkeit, beeindruckender Landschaft und abwechslungsreichem Freizeitprogramm.
Vor allem die Natur bildet einen großen Anreiz, den lange ersehnten Urlaub hier zu verbringen.
Die grüne Insel
Vor den Küsten Föhrs erstreckt sich eine der letzten unberührten Landschaftsformen der Erde. Gemeint ist das Wattenmeer. Hier, wo Seehunde, Einsiedlerkrebse, Watvögel und Herzmuscheln in friedlicher Eintracht gemeinsam leben, können auch Sie Natur pur erleben. Hier, wo die Zivilisation noch nicht Einzug gehalten hat, entfalten sich wahre Wunderwerke vor dem Auge. Auf dem kleinen Eiland blüht alles schöner und prächtiger als anderswo, denn die kleine Insel liegt windgeschützt hinter den Inseln Amrum und Sylt und ist so vor den rauen Winden der Nordsee abgeschirmt.
Faszination: Mutter Erde
Im Norden wird die Landschaft vor allem durch die Marsch geprägt – fruchtbares Schwemmland. Grasende Kühe und viel saftiges Grün laden zu einem gemütlichen Nachmittag an der frischen Luft ein. Setzen Sie sich doch einfach in das herrlich weiche Gras und lesen Sie ein gutes Buch. Das Kontrastprogramm findet sich im Süden. Hier beherrschen Salzwiesen das Bild. Die typisch norddeutschen Landstriche, durch die ständige Überflutung mit dem salzigen Nordseewasser entstanden, haben eine einzigartige Flora entstehen lassen, die mit charakteristischen Pflanzen aufwartet. Aber auch Strand gibt es hier natürlich in Hülle und Fülle. Der Südstrand der Insel – zwischen Wyk und Utersrum – gehört zu den beliebtesten Stränden der Insel. Aber auch in Wyk selbst ist das erfrischende Nass niemals weit, in nur wenigen Minuten sind Strand und Wasser erreichbar.
Reif für die Insel
Die kleine Nordseeinsel ist eines der ältesten Seebäder Deutschlands, bereits seit mehr als 175 Jahren kommen Erholungssuchende hierher, um den Alltag hinter sich zu lassen. Auch Sie werden hier eine Oase des Friedens und der Ruhe vorfinden. Bäuerliches und ursprüngliches Leben in seiner reinsten Form – der Entspannungsaspekt steht bei einem Urlaub auf Föhr im Vordergrund. Reetgedeckte friesische Häuser, pittoresk erscheinende Bauernhöfe und blühende Pflanzenmeere, die moderne Welt mit all ihren Sorgen und Problemen können Urlauber hier sicher schnell hinter sich lassen.
„Lebensläufe aus Stein“
Der Ursprung allen Seins liegt bekanntlich im Urknall, weniger spektakulär ging es bei der Entstehung der Insel Föhr zu. Die sogenannte „grote Mandräke“ oder auch zweite Marcellusflut sorgte für eine erste Abgrenzung von Land und Wasser. In den nächsten Jahren bildet sich die heute bekannte Form durch die Mächte der Nordsee.
Die Geschichte Föhrs reicht mehr als 4000 Jahre zurück, bereits 2000 vor Christus erreichten die ersten Siedler aus Jütland Föhr. Viele Jahre später sind noch immer zahlreiche Zeugen dieser langen wechselhaften Historie erhalten. Zu den eindrucksvollsten zählt die Lehmbecksburg, von den Einheimischen auch als „Borgsumer“ bezeichnet – einem Ringwall aus der Zeit der Völkerwanderung. Auch die vielen Hügelgräber, die vor allem im Südwesten der Insel zu finden sind, zeugen von der frühen Besiedlung, manche von ihnen datieren bis in die Bronzezeit zurück. Wenn Grabsteine sprechen könnten, hätten auch die zahlreich auf Föhr anzutreffenden spannende Geschichten zu erzählen. Die Kirchen in Nieblum, Süderende oder Wyk-Boldixum beispielsweise sind von Friedhöfen umgeben, die von Walfang und goldenen Zeitaltern berichten.
Nabel der Welt
Von Föhr aus können viele Attraktionen bequem erreicht werden. Via Flugzeug oder Fähre besuchen Sie Sylt oder Amrum. Auch Tagesausflüge ins dänische Legoland oder nach Helgoland sind attraktive Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Wenn Sie doch lieber auf Föhr bleiben möchten, erhalten Sie auch hier ausreichend Gelegenheit, sich zu betätigen. Das Sommer-Highlight, das besonders kleine Urlauber begeistern wird, sind die Piratentage auf Föhr. Gemeinsam mit dem blausten Bär der Welt, Käpt’n Blaubär, wird getanzt, gesungen und natürlich Schiffe geentert.