Fördergelder für Landwirte - Übersicht

Fördergelder für Landwirte: Europäische Union, Bund und Länder geben viel Geld für Entwicklung und Förderung des ländlichen Raumes aus.


Der Landwirt unserer Tage ist in erster Linie Landschaftspfleger im Dienste der Europäischen Union. Dass er überdies seine landwirtschaftlichen Produkte zu heute durchweg guten Preisen verkaufen kann, sichert ihm ein angenehmes Zubrot, Leben könnte er davon nicht. Die verschiedenen Fördergelder für Landwirte der Europäischen Union sichern ihm seine Existenz.

Fördergelder für Landwirte gibt es aus vielen Programmen der Europäischen Union
Die Fördergelder für Landwirte sollen die Lebensqualität im ländlichen Raum verbessern, helfen, die moderne Landwirtschaft zu entwickeln und Marktstrukturen neu entwickeln. Noch vor 50 Jahren galt ein Betrieb auf den fruchtbaren Böden Norddeutschland mit 20 bis 30 Hektar als ausreichend groß und ernährte außer der Eigentümer-Familie die Altenteiler, mindestens zwei Knechte und eine Magd. Heute setzen die Fördergelder für Landwirte Betriebsgrößen um 600 Hektar voraus, wie sie sich in Ostdeutschland aus den früheren Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften entwickelt haben.

Mit Mitteln der Europäischen Union, des Bundes und der Länder wird der gesamte ländliche Raum gefördert. Dies gilt ganz besonders für abgelegene und schlecht entwickelte Gebiete, vor allem in Grenznähe zu den benachbarten EU-Staaten. Die Leaderprogramme haben schon den in den vergangenen Jahrzehnten dazu geführt, dass die Entwicklungsgesellschaften der Kreise geradezu verzweifelt nach Möglichkeiten suchen, das Geld der EU auf den Kopf zu hauen. Dabei wird dann ständig übersehen, dass solche Aufgaben von den Gemeinden ko-finanziert werden müssen. Und es wird viel Geld für Projekte verbraten, die sich durchaus auf Dauer nicht rentieren. In Deutschland gibt es für den derzeitigen – bis 2013 laufenden – Förderzeitraum nicht weniger als 243 Aktionsgruppen.

Die Kulturlandschaft soll erhalten bleiben
Im großen Umfange fließen Fördergelder für Landwirte in von der Natur benachteiligte Gebiete. Ein gutes Beispiel dafür sind die Mittel- und Hochgebirgslandschaften, in denen Landwirtschaft ohne namhafte Zuschüsse gar nicht mehr vorstellbar ist. Die Naturlandschaften sollen erhalten bleiben. Nicht zuletzt, um sie anziehend für Touristen zu machen. Wenn es nicht mehr lohnt, Kühe zu melken, sind Touristen deren dankbarer Ersatz, denn Ländlicher Tourismus wird stark gefördert. Gleiches gilt auch für den privaten Waldbau, den es ohne Fördergelder gar nicht mehr geben würde. Ebenso fließt Geld aus Brüssel in den Küsten- und Hochwasserschutz. Gerade letzterer ist nach dem Erfahrungen mit dem verheerenden Hochwasser des Jahres 2002 stark ausgebaut worden.

Dass insbesondere die Agrarinvestitions-Förderung zu falschen Ergebnissen führen kann, zeigt die Diskussion in Schleswig-Holstein über die zunehmende „Vermaisung“ des Landes. Umweltschützer fürchten, dass das ganze Land zur Mais-Steppe wird, weil die Landwirte diese Frucht zur Erzeugung von Biogas nutzen. Auch hierfür gibt es Fördergelder für Landwirte. Unter dem Schlagwort Biodiversität firmieren Fördermaßnahmen sowohl für den biologischen Landbau, wie für den sonstigen Erhalt natürlicher Ressourcen. In Schleswig-Holstein hat es sich allerdings gezeigt, dass auf Dauer die Ko-Finazierung der Förderung des Bio-Landbaus nicht zu bezahlen ist.