Förderung von Kindern: Karrierechancen erhöhen

Wir leben in einer schnelllebigen, unübersichtlichen, globalen Welt, in der die Planbarkeit des Berufs- und Privatlebens für den einzelnen Menschen immer schwerer wird. Es gibt nicht mehr "den einen Beruf", den man erlernt und dann bis zu seinem Renteneintritt ausübt. An die Stelle von Sicherheit und Berechenbarkeit sind inzwischen Flexibilität und die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens getreten. Dieser Prozess wird sich weiter fortsetzen. Mehrere Aus- und Weiterbildungen, dazu diverse Job- und Ortswechsel werden zunehmend zur Selbstverständlichkeit.


Viele Eltern stellen sich die Frage, wie sie ihren Kindern helfen können. Gerade auch, weil ihre eigenen Erfahrungen so stark von der heutigen Realität abweichen. Indem sie sich an das Prinzip der Förderung von Kindern orientieren, geben sie Ihrem Nachwuchs einen guten Start ins Berufsleben.

Förderung von Kindern ohne Druck auszuüben

  • Viele Schulabgänger wissen nach bestandenem Schulabschluss noch nicht, wohin ihre berufliche Reise gehen soll. Das ist kein "Beinbruch". Eher eine kleinere Zahl hat konkrete Karriere-Vorstellungen. Es gibt Schulabgänger, die ganz genau wissen, dass sie zum Beispiel Arzt oder Anwalt werden möchten, andere ziehen es hingegen vor, sich ihren Neigungen entsprechend auszuprobieren. Wichtig ist, dass Sie ihrem Kind verdeutlichen, dass eine gute Schul- und Berufsausbildung notwendig ist, damit es sich in einer sich schnell verändernden Welt zurechtfinden und behaupten kann. Wissen und erlernte Qualifikationen sind ein hohes Gut. 
  • Ermutigen Sie Ihr Kind, neben der Schule oder dem Studium auch praktische Erfahrungen zu sammeln. Darauf legen spätere Arbeitgeber viel wert. Das können ehrenamtliche Tätigkeiten sein, aber auch Nebenjobs. Sehr positiv wirken sich im Lebenslauf im Ausland absolvierte Schuljahre beziehungsweise Auslandssemester während des Studiums aus. Aber auch mehrmonatige Auslandspraktika, die aus Eigeninteresse gewählt wurden, erhöhen die Karrierechancen. Zum Beispiel die Mitarbeit in einem Hilfsprojekt in einem Entwicklungsland wie Afrika.

Wie kann Berufsvorbereitung für Ihr Kind aussehen?

  • Es gibt spezielle Berufsinformationszentren in den Arbeitsagenturen, die Aufklärung und Beratung vor Ort anbieten. Eine weitere wichtige Informationsquelle ist das Internet. An erster Stelle muss jedoch die Selbsteinschätzung ihres Kindes stehen. Es muss seine Stärken und Schwächen erkennen und herausfinden, was ihm wichtig ist (Berufsziele und Wertvorstellungen). 
  • Des Weiteren muss es erkennen, welche realistischen Möglichkeiten es mit seinem erworbenen Schulabschluss hat. Praktische Erfahrungen, wie bereits angesprochen, tragen ebenfalls zur Entscheidungsfindung bei. Neben der unerlässlichen Eigeninitiative können Gespräche mit Lehrern, Mitschülern, Freunden, Berufsberatern und Ihnen als Eltern die Berufsfindung unterstützen und die Karrierechancen zu erhöhen.

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