Fondsgebundene Basirente

Risikofreudige Sparer können ihr Geld in eine Fondsgebunde Basisrente anlegen, die je nach Performance an Wert zulegen können. Folge: Die Höhe der Rente steigt.


Während bei einer klassischen Basisrente das eingezahlte Geld vom Versicherer „nur“ verwaltet wird, kann das Kapital bei der fondsgebundenen Variante vermehrt werden, sodass am Ende der Ansparphase eine höhere Rente herausspringt. „Fondsgebunden“ bezieht sich hierbei auf die Art der Anlagestrategie, das heißt, der Versicherer investiert das Geld in verschiedene Fonds. Da der Anleger selbst wählen kann, in welche Fonds das Geld fließt, hat er die Entwicklung seiner Rente selbst in der Hand, je nach Risikofreudigkeit kann er den Gewinn sogar deutlich in die Höhe treiben.

Anlagestrategie für die fondsgebundene Basisrente
Die Höhe der Gewinne ist zum Einen abhängig von der Risikobereitschaft und, zum anderen, von dem Wertzuwachs der Fonds (performance). Anleger können in drei Arten von Fonds investieren: Aktien-, Renten- und Immobilienfonds. Diese können in der Regel einmal im Jahr kostenfrei getauscht werden, man spricht auch von „shifting“. Junge Menschen haben die Möglichkeit eine risikoreiche Strategie zu wählen, denn Kursschwankungen und eventuelle Verluste werde durch die lange Laufzeit wieder ausgeglichen. Ältere Versicherte hingegen sollten in schwankungsarme Fonds (Rentenfonds oder Geldmarktfonds) investieren.

Höhe der Rente
Die fondsgebundene Basisrente hat jedoch den Nachteil, dass kein Versicherer eine bestimmte Rentenhöhe garantieren kann. In diesem Zusammenhang spielt der sogenannte Rentenfaktor eine wichtige Rolle. Er gibt die Höhe der erwarteten Rente in Euro zu Beginn der Ansparphase an. Dieser Wert kann jedoch von den Versicherern am Ende der Laufzeit angepasst, und dementsprechend nach unten korrigiert werden. Wenn sich beispielsweise die Lebenserwartung des Versicherten gesteigert hat oder die Rendite der Kapitalanlagen stark gesunken ist, kann die Höhe der monatlichen Rente niedriger ausfallen, als gedacht. Eine solche Änderung ist für den Versicherten immer unangenehm, deshalb sollten Sie sich den Rentenfaktor garantieren lassen. Diese Garantie kann mit der Treuhänderklausel eingeschränkt werden, die eine Anpassung nach geänderten Rahmenbedingungen, etwa der Sterbetafeln erlaubt. Bei Vertragsabschluss sollte daher stets großer Wert auf die Details und das Kleingedruckte gelegt werden.

Gewinne und Steuern
Eine fondsbasierte Rürup-Rente hat eine höhere Durchschnittsverzinsung als die klassische Form. Zudem besticht die Rente mit Fonds – bei richtiger Anlagestrategie – durch eine höhere Rendite. Während diese bei der klassischen Rürup bei durchschnittlich fünf Prozent liegt, kann sie bei der Fond-Variante durchaus auf bis zu neun Prozent jährlich steigen.

Fazit
Wer die Sicherheit der klassischen Rürup-Rente mit den Vorteilen moderner Anlageformen kombinieren möchte, ist mit der fondsbasierten Basisrente gut bedient. Mit ein wenig Geschick und einer kleinen Portion Risiko lassen sich deutlich höhere Renten erzielen. Zudem muss der Anleger auch auf die bewährten Aspekte der Rürup-Rente nicht verzichten. So sind unter anderem Beiträge bis zu einer Höhe von 20.000 Euro steuerlich als Sonderausgaben absetzbar, zudem kann für den Todesfall ein Hinterbliebenenschutz vereinbart werden.