Formeln zur Zinsrechnung: So geht’s

Nicht nur für die Schule lernt man Formeln zur Zinsrechnung, die lernt man fürs tägliche Leben, und es ist eigentlich ganz einfach


Für viele war das im Mathematikunterricht ein Graus, die Rede ist von der Zinsrechnung. Je älter man aber wird, umso häufiger kommt man in Kontakt mit zahlreichen Formeln zur Zinsrechnung. Sei es der Ratenkauf im großen Versandhaus oder gar ein Haus, für das eine Immobilienfinanzierung gebraucht wird.

 

Zu jeder Fragestellung die richtige Formel

  • Je nach Anforderung werden unterschiedliche Formeln zur Zinsrechnung benutzt, ob einfache Zinsrechnung, Zinseszinsrechnung oder unterjährige Verzinsung, für alles gibt es eine Möglichkeit, auch ohne Internet zurechtzukommen.

 

  • Für die einfache Zinsrechnung gibt es eine Jahreszinsformel, mit deren Hilfe man den Zinsertrag Z1 ermitteln kann, wenn man ein bestimmtes Anfangskapital K0 für genau ein Jahr anlegt zu einem bestimmten Zinssatz. Die Formel lautet: Z1=K0*p/100.

 

  • Mit einer etwas abgewandelten Formel kann man auch das Endkapital nach einem Jahr K1 berechnen. Diese lautet dann: K1=K0*(p/100+1). Um zu berechnen, wie viel Zinsertrag in einem Monat Zm erwirtschaftet wird, gibt es auch eine einfache Formel.

 

  • Sie ist eine einfache Anpassung der ursprünglichen Formel, ausgelegt auf die Anzahl der Monate m. Sie lautet: Zm=K0*(p/100)*(m/12). Und will man das Endkapital Km inklusive der Zinsen berechnen, nimmt man folgende Formel: Km=K0*((p/100)*(m/12)+1).

 

Zinseszinsberechnung, jetzt wird’s ein bisschen komplizierter

  • Die Tageszinsformel ergibt sich analog zur Monatszinsformel. Jedoch wird m durch t ersetzt, die Tage. Für t wird die Anzahl der Tage eingesetzt. Anstelle der 12 muss nun mit 365, in Bankkreisen ist auch häufig die Verwendung von 360 Tagen üblich, gerechnet werden, ansonsten ist die Formel zur Zinsrechnung gleich.

 

  • Um die Zinseszinsen zu berechnen benötigt man zuerst einmal die Zinsformel, mit der der Zinsertrag Zn für ein Anfangskapital K0 berechnet wird, wenn das Kapital zu einem Zinssatz von p Prozent für die Dauer von n Jahren angelegt wird. Zn=K0*(p/100)*n. Hier wird die Geldanlage über mehrere Jahre berechnet, jedoch ohne Zinseszinsen zu berücksichtigen.

 

  • Werden die Zinsen nach jedem Jahr zum Kapital hinzugerechnet, wird im nächsten Jahr nicht nur das Kapital verzinst, sondern auch die Zinsen auf dieses Kapital, wo wird der Ertrag im Laufe der Jahre natürlich höher. Die Formel lautet dann: Kn=K0*((p/100)+1)n (das n steht in der Potenz). Formeln zur Zinsrechnung sind eigentlich gar nicht schwer, man muss nur wissen, wann man welche braucht.