Foto ins Internet stellen: Wann ist es eine gute/schlechte Idee

Ein Foto ins Internet stellen kann ebenso eine wirkungsvolle Eigenwerbung sein wie großen und dauerhaften Schaden anrichten.


Ein Foto ins Internet stellen – ist das Ausdruck einer neuen Kultur? Seit dem Aufkommen der Fotografie von rund 175 Jahren sendete man Fotos von sich selbst, der Familie, familiären Ereignissen an Familienmitglieder, Verwandte, Freunde per Post. Diese Funktion übernimmt heute meist die elektronische Post. Dieser Datenweg ist zwar nicht ganz sicher, und es kommt auch immer wieder zu Fehlleitungen – vom Verschwinden eines Fünftels aller E-Mails ganz abgesehen -, aber bislang ist anscheinend noch kein größerer Schaden entstanden.

Foto ins Internet stellen – Segen und Fluch zugleich

  • Das weltweite Netz hat Künstlern, Gewerbetreibenden und auch Politikern die Möglichkeit gegeben, sich in einem eigenen Portal – der Website – darzustellen. Eine Möglichkeit, von der zunehmend Gebrauch gemacht wird. Hier sind Fotos natürlich ein „Muss“. Egal, ob es darum geht, innovative Produkte anzubieten oder besondere künstlerische Leistungen vorzustellen: Immer muss auch ein Foto ins Internet gestellt werden. Und natürlich nicht nur eins.
  • Gar nicht zu reden von den vielen Nachrichten-Websites, die sich etabliert haben und die ohne aktuelle Fotos gar nicht auskommen können. Die ganz großen Nachrichten-Seiten haben eine elektronische Reichweite, von der ihre gedruckten Schwestern nicht einmal träumen können.

Ein Foto ins Internet stellen kann zu Missbrauch führen

  • Etwas anderes ist es mit den sogenannten sozialen Netzwerken wie Facebook, StudiVZ oder SchülerVZ, die inzwischen Millionen von Mitgliedern haben. Offenbar ist der Gedanke, dass die Eintragungen – meist Berichte über das tägliche Tun – ein riesiges Publikum erreichen, sehr verführerisch. Eine Verführung, der besonders junge Menschen erliegen. Sie schlagen alle Warnungen vor den sich aus diesen sozialen Netzwerken ergebenden Gefahren in den Wind. Und stellen geradezu unbegrenzt und ungeniert von sich ein Foto in das Internet.
  • Die Folgen können fatal sein. Eintragungen etwa bei Facebook sind praktisch jedermann zugänglich – und dies zeitlich unbegrenzt. Ein etwaiges Löschen hilft da gar nichts. Der digitale Radiergummi funktioniert nicht. Was einmal im Netz war, findet sich garantiert irgendwann irgendwo wieder. Viele junge Menschen sind geradezu stolz darauf, ein verfängliches Foto in das Internet zu stellen. Und das bereuen sie später oftmals sehr. Immer wieder wird von Fällen berichtet, bei denen Unternehmen bei Bewerbungen auf solche bedenklichen Fotos zugegriffen und die Zusammenarbeit abgelehnt haben. Das mag zwar eine Wandersage sein, vorstellbar ist dies aber auf jeden Fall.
  • Auch die vielen Partnersuch-Portale werden viel zu freizügig mit Fotos bestückt. Wobei diese oftmals so schlecht sind, dass sich die Partnersuchenden so jeder Chance, einen Freund oder Freundin zu finden, berauben. Ein Foto ins Internet stellen sollte sorgsam bedacht werden. Das jeweilige Foto sollte sorgfältig ausgewählt werden. Nur wenn es wirklich aussagekräftig und nicht kompromittierend ist, macht das Sinn.