Francois Lelord – Autorenprofil

Die Romane des Schriftstellers Francois Lelord versuchen auf ehrliche und unterhaltsame Weise die Rätsel des Lebens zu lösen.


Zu den bekannten Vertretern der poetisch zarten Erbauungsliteratur aus Frankreich gehört neben Antoine Saint-Exupéry oder Eric-Emanuel Schmitt ohne Zweifel schon seit langem auch der französische Schriftsteller und Psychiater Francois Lelord, der am 22. Juni 1953 in Paris geboren wurde. Vor seiner Karriere als Autor studierte Lelord Medizin und Psychologie und trat nach seiner Promotion im Jahr 1985 eine Stelle als Post-Doktorand an der University of California Los Angeles an. Bevor er im Jahr 1989 seine eigene Praxis in Paris eröffnete, wurde Lelord vom Hôpital Necker der Universität Paris Descartes als Oberarzt eingestellt. Schon kurz nach seiner Rückkehr aus den Vereinigten Staaten entdeckte der Psychiater seine Leidenschaft für die Literatur und verfasste seine ersten Texte. Obwohl er mit seinem Kollegen Christophe André auch diverse Fachbücher zu Themen aus dem Bereich der Psychologie schrieb, fing er an die psychologischen Gedanken, die ihn besonders beschäftigten, in Romanform zu verarbeiten. Im Jahr 2002 erschien sein wohl erfolgreichstes Buch, das unter dem Titel „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“ zu einem internationalen Bestseller wurde. Im Anschluss folgten unter anderen Romanen und Sachbüchern „Hector und die Geheimnisse der Liebe“ (2005) und „Hector und die Entdeckung der Zeit“ (2006).

Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück
In seinen Romanen schafft es Francois Lelord seinen Lesern psychologische Fragestellungen zur menschlichen Existenz auf eingängige und fast kindlich unschuldige Art näherzubringen. In seinem Erfolgsroman, „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“, begibt sich Protagonist Hector, ein Psychiater der sehr gut zuhören kann, auf eine Reise, um den Geheimnissen des Glücks auf die Spur zu kommen. Auslöser für diese Reise sind Hectors Patienten, die objektiv betrachtet eigentlich glücklich sein müssten, sich aber vor lauter Unzufriedenheit und Kummer kaum zu helfen wissen. Während seiner Reise trifft Hector auf eine Reihe von interessanten Menschen, die ihm dabei helfen, die eigentliche Bedeutung des Glücks zu begreifen.

Absichten und Resonanz
Wer hinter den Romanen von Francois Lelord naive Binsenweisheiten über das Leben vermutet, wird bereits auf den ersten Seiten seiner Werke eines Besseren belehrt. Die anrührenden Geschichten seiner Protagonisten regen zum Nachdenken an und lassen den Leser oft staunen und schmunzeln. Dabei lässt sich das aufrichtige Interesse des Autors am menschlichen Seelenzustand deutlich herauslesen. Die liebevolle Aufbereitung psychologischer und philosophischer Rätsel ist das Erfolgsgeheimnis der Romane von Francois Lelord, die sich deshalb auch außerhalb Frankreichs großer Beliebtheit erfreuen.