Franzbranntwein - beliebtes Hausmittel

Bei Verspannungen, Schmerzen und Prellungen hilft das altbewährte Hausmittel Franzbranntwein. Dies sind jedoch lange nicht alle Anwendungsgebiete von Franzbranntwein.


Franzbranntwein ist eine alkoholische Lösung, vermischt mit Kampfer und Menthol, die mit diversen Duftstoffen wie Fichtennadel- oder Latschenkiefernöl versetzt ist. Angewendet wird die Lösung hauptsächlich zur Einreibung und Massage schmerzender Körperstellen. Der in der Lösung vorhandene Alkohol, kühlt die behandelten Körperzonen zuerst leicht herunter, was dann reflektorisch zu einer Mehrdurchblutung und somit zu einer als wohltuend empfundenen Erwärmung der betroffenen Muskulatur führt. Die Mischung kann aber auch zum Inhalieren und tropfenweise auch innerlich eingenommen werden.

Die Anwendung von Franzbranntwein: Einreiben und Inhalieren
Das Mittel ist in unterschiedlicher Qualität in Supermärkten erhältlich. Beim Kauf sollte auf die Inhaltsstoffe geachtet werden, damit die erwünschte Wirkung auch eintreten kann. Bei Sportlern kommt vor allem die Einreibung zum Einsatz. Es erwärmt die Muskulatur und verhindert oder lindert Muskelkater. Ebenfalls bewährt, hat sich die Anwendung auch bei Verspannungen und Rückenschmerzen und zur Linderung von Prellungen. Teilweise hält die schmerzlindernde Wirkung mehrere Tage an. Sobald der Schmerz sich wieder bemerkbar macht, kann man die Einreibung wiederholen. Das Fichtennadel- oder Latschenkiefernöl, welches für den charakteristischen Duft verantwortlich ist, macht aus dem Franzbranntwein außerdem ein gutes Mittel zum Inhalieren bei Erkältungen. So werden verstopfte Nasen prompt wieder frei.

Vorsicht bei Kleinkindern und älteren Menschen
Kleinkinder und Säuglinge dürfen mit dem Mitteln allerdings nicht behandelt werden, denn der enthaltene Kampfer, kann bei Kleinkindern zu Krampfanfällen und Atemnot führen. Weil der Alkohol stark brennt, sollte er außerdem auch nicht mit offenen Wunden in Berührung kommen. Vorsicht bei der Langzeitanwendung: In der Altenpflege kommt das Mittel schon lange nicht mehr zum Einsatz, da festgestellt wurde, dass der in der Mischung enthaltene Alkohol die Haut stark austrocknet. Ältere und bettlägerige Patienten, haben oft sowieso schon eine sehr trockene Haut und sollten deshalb besser auf die Anwendung verzichten. Wenn man von diesen Beschränkungen absieht, ist Franzbranntwein jedoch ein effektives Mittel, das schnelle Wirkung verspricht.