Freie Alternativschule - Entwicklung starker Typen?

Die freie Alternativschule beruht auf dem Prinzip des selbstständigen Lernens. Die Kinder lernen in fächerübergreifendem Projektunterricht. Dabei können sie sich ihre Zeit flexibel einteilen.


Während die Welt im ständigen Wandel begriffen ist, wehren sich Regelschulen vehement gegen jegliche Veränderung. Neue Ansätze werden häufig fälschlicherweise als Kuschelpädagogik abgetan. Alternativschulen bieten im Gegensatz zu den Regelschulen ein alternatives pädagogisches Konzept an. Sie stützen sich dabei auf alternative Erziehungsmethoden und pädagogische Erkenntnisse aus allen Teilen der Welt.

Grundprinzip: Antiautoritäre Erziehung

  • Die freie Alternativschule ist nicht staatlich, sondern haben eine freie Trägerschaft. Meistens liegt der Fokus dieser Schulen auf selbstbestimmtem Lernen der Kinder, Unabhängigkeit und Selbstorganisation. Die Gemeinsamkeit der freien Alternativschulen ist die antiautoritäre Erziehung. 

Schüler dürfen mitbestimmen

  • Freie Alternativschulen knüpfen an die bewährten Elemente anderer Reformschulen an. Genauso wie die Freinet- und Montessori-Schulen stehen Alternativschulen für weitgehende Mitbestimmungsrechte der Schüler, sodass sie ein Verantwortungsbewusstsein für sich und ihre Umwelt entwickeln. 
  • In altersgemischten Lerngruppen werden fachübergreifende Projekte umgesetzt und das nicht in den typischen 45-Minuten-Einheiten sondern in Arbeitspaketen mit flexibler Zeiteinteilung. Die Kinder werden im Unterricht nicht belehrt, sondern sind frei, sich in den Lernprozess selbstständig einzubeziehen. Das übergeordnete Ziel ist, das Lernen zu lernen. 

Ständig im Wandel

  • Freie Alternativschulen bieten kein fest umrissenes Konzept, sondern eine Pädagogik die ständig verbessert und angepasst wird. Die Lernmittel kommen auch nicht wie in der Regelschule vom Lehrkörper, sondern von den Schülern selbst. Um den Schülern Impulse zu geben, herrscht eine Vielfalt der Lerninhalte und -formen. 
  • Auch die Eltern werden in die Wissensvermittlung ihrer Kinder stärker als in den klassischen Schulen miteinbezogen. Auch verzichtet man auf einen Klassenraum, der als Schonraum gedacht ist. Alternativschulen erachten Klassenräume als gesellschaftliche Orte, in denen die Schüler diskutieren und sich frei bewegen können. 

Ziel: Starke Erwachsene

  • Noten und Zeugnisse als Leistungsbeurteilung haben abgedient. Die freie Alternativschule entwickelt neue, erweiterte Formen um den Kenntnisstand von Kindern zu erfassen. Und auch die soziale Kompetenz spielt hierbei eine große Rolle. Die alternative Schulform setzt sich zum Ziel starke Persönlichkeiten zu entwickeln, als Grundlage für eine Demokratie. Zu den bekanntesten freien Schulen in Deutschland zählen die Laborschule in Bielefeld, die Sudbury-Schule und die Glocksee-Schule in Hannover.