Freiwilliges Ökologisches Jahr der Umwelt zuliebe

Engagierte junge Menschen absolvieren oft ein Freiwilliges Ökologisches Jahr, um im Umweltschutz aktiv zu werden.


Konkret etwas für die Umwelt tun und die Chance bekommen, während des Jahres persönlich zu reifen – Ein Freiwilliges Ökologisches Jahr bietet jungen Menschen zwischen 16 und 27 Jahren die Möglichkeit Umweltschutz bewusst zu leben. Das FÖJ kann man in Deutschland aber auch im Ausland in verschiedenen Bereichen der Ökologie machen. In den meisten Fällen ist das Freiwillige Ökologische Jahr, wie der Name schon sagt, auf zwölf Monate angelegt, abhängig vom Träger kann es aber auch sechs oder 18 Monate lang sein.

Zwischen Theorie und Praxis
Ein Freiwilliges Ökologisches Jahr bietet die Möglichkeit im Umweltschutz aktiv zu werden, dabei sollen die FÖJler jedoch auch etwas lernen, nämlich über die ökologischen und umweltpolitischen Zusammenhänge sowie einen Einblick in grüne Berufe erhalten. Deshalb ist die praktische Tätigkeit kombiniert mit ein wenig Theorie: 25 Tage im Jahr sind für Seminare vorgesehen. Das Ziel des FÖJ sollte es sein, zu lernen und sich weiterzuentwickeln und nicht nur Routinetätigkeiten durchzuführen und so als billige Arbeitskraft ausgenutzt zu werden, oft betreut ein FÖJler deshalb sein eigenes Projekt.

Zwischen Schule und Zukunft
Die beste Zeit für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr ist zwischen Schule und Beruf oder Universität, schließlich kann die Arbeit auch bei der Berufsorientierung helfen oder eine längere Wartezeit überbrücken. Gleichzeitig wirkt sich dieses Jahr auch positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung aus. Wer nach dem FÖJ studieren will, bekommt zwei Wartesemester angerechnet. Männer, die anerkannte Kriegsdienstverweigerer (KDV) sind, können statt des Zivildienstes auch ein Freiwilliges Ökologisches Jahr leisten, sie dürfen jedoch bei Antritt der Dienstzeit noch nicht das 23. Lebensjahr erreicht haben.

Wo arbeiten?
Für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr bewirbt man sich nicht bei der Einsatzstelle selbst, sondern beim Träger des jeweiligen Bundeslandes, hier kann man sich auch über die verschiedenen Einsatzstellen informieren. Dies können Naturschutzprojekte, Umweltschutzorganisationen, Umweltlabore, Bildungsstätten oder auch ökologische Projekte von Jugendverbänden sein.

Entlohnung
Das Entgelt ist abhängig vom Bundesland und kann zwischen 154 und 350 Euro pro Monat liegen. Diese Pauschale ist für Unterkunft und Verpflegung, Arbeitskleidung und Taschengeld gedacht. Darüber hinaus wird das Kindergeld weitergezahlt, da das FÖJ als Bildungsmaßnahme gilt. Da es sich dabei um ein reguläres Arbeitsverhältnis handelt, werden vom Träger die Beiträge für Kranken-, Pflege-, Renten-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung bezahlt.