Freud und Leid des Eltern Sein

Das Eltern sein ist eine aufregende, aber nicht immer einfache Zeit.


Plötzlich ist das Baby da und alles ist anders. Dabei hatte man doch so viel Zeit, sich auf das Kind vorzubereiten. Und doch scheint sich auf einmal alles verändert zu haben, plötzlich ist Schluss mit trauter Zweisamkeit, alles dreht sich nur noch um das Kind. Das Eltern sein ist eine schwere, aber auch sehr glückliche Zeit.

Aus zwei mach drei
Die erste Zeit mit dem Baby ist für viele junge Eltern ein wahrer Praxisschock. Nun braucht man viel Geduld und Hingabe, sowie ein gutes Einfühlungsvermögen – und bekommt wenig Schlaf. Doch der Stress ist schnell vergessen, wenn man sein Baby im Arm hält: Durch den Körperkontakt mit dem Baby werden Glückshormone freigesetzt. Und die helfen sogar dabei, dass man gesünder lebt. Sie stärken nämlich das Immunsystem. Generell leben Eltern übrigens gesünder als Nicht-Eltern: Sie rauchen und trinken weniger. Auch wenn das Baby jetzt natürlich an erster Stelle steht, sollte man sich Mühe geben, auch mit Nicht-Eltern den Kontakt aufrechtzuerhalten – trotz der unterschiedlichen Lebenswelten. Ansonsten schlafen nach der Geburt des Kindes schnell Freundschaften für immer ein.

Entscheidungen
Eltern haben wichtige Entscheidungen zu treffen: Wann ist der richtige Zeitpunkt wieder mit der Arbeit anzufangen, sollte man weiterhin volltags arbeiten oder sich lieber eine Halbtagsstelle suchen? Auch die Elternzeit ist ein heiß diskutiertes Thema: Nehmen diese beide Eltern in Anspruch oder nur eines der beiden? Auch die Frage, ob das Kind in die Krippe oder den Hort soll, kommt früher oder später auf den Tisch.

Stadt, Land, Frust?
Die Frage wo man als junge Familie wohnen will, auf der Stadt oder auf dem Land, sorgt ebenfalls für lange Diskussionen. Doch gibt es kein Patentrezept, die Eltern müssen für sich entscheiden, was besser ist. Auch wenn es für ein Kind schön sein kann, auf dem Land aufzuwachsen, hilft das gar nichts, wenn die Eltern ausgeprägte Stadtmenschen sind und todunglücklich in der 500-Seelen-Gemeinde werden.

Verschiedene Erziehungsstile
Jeder erzieht unterschiedlich, das ist vollkommen normal. Achten Sie dennoch darauf, sich ein wenig mit Ihrem Partner abzusprechen. Ansonsten passiert es schnell, dass Kinder ab einem gewissen Alter die Eltern gegeneinander ausspielen. Deswegen sollte man sich über Grenzen und Rituale einig sein. Auch sollte man darauf achten, dass nicht nur ein Elternteil derjenige ist, der bestraft, sondern dass dies ausgewogen passiert.

Vorbild sein
Ein Patentrezept für das Eltern sein gibt es nicht, bieten Sie Ihrem Kind Wärme und Liebe. Da die Familien oft viel kleiner geworden sind, die Großeltern eventuell schon tot oder einfach nur weit weg sind und man sich nur selten sieht, erziehen fast nur noch die Eltern. Andere Familienmitglieder haben häufig einen weit geringeren Einfluss als noch vor einigen Jahrzehnten. Eltern sind so die wichtigsten Vorbilder für ihre Kinder: Sie schauen sich bei Ihnen ab, wie sie Konflikte lösen und wie der Umgangston untereinander ist.