Natürlich ist es immer noch ökologischer und preiswerter, regional angebautes, frisches Gemüse zu bevorzugen. Doch ab und zu kann man seinen Speiseplan mit einer exotischen Sorte auffrischen. Auch werden verstärkt sogenannte „alte“ Gemüsesorten wieder entdeckt und vermehrt angebaut. Bei diesen Sorten besteht der Vorteil, dass man sie, im Gegensatz zu den modernen Hybridzüchtungen, aus Samen vermehren kann, ohne immer wieder neues Saatgut nachkaufen zu müssen. Außerdem sind sie nicht überzüchtet, wodurch sie einen hohen Nährgehalt aufweisen.
Pastinaken oder „Hirschmöhren“
Die Pastinake ist eine Petersilienart, deren karottenähnliche Wurzeln gegessen werden können. Die Wurzel ist weiß und bis zu 20 Zentimeter lang. Vor der Zubereitung muss sie geschält werden, da die Schale sehr hart ist. Je größer sie ist, desto verholzter ist sie. Danach kann man sie auf die gleiche Weise zubereiten wie Karotten oder auch roh essen. Der Geschmack und die Konsistenz ähnelt ebenfalls der Karotte. Die Pastinake schmeckt nur etwas weniger süß und würziger. Da sie aber mehr Zucker als Karotten enthält, wurde sie früher sogar gerne für Marmeladen genutzt. Auch Wein wurde aus dieser Wurzel hergestellt. Abgesehen vom hohen Gehalt an Ballaststoffen, enthält sie viel Vitamin E und viele Vitamine der B-Gruppe.
Batate – die Süßkartoffel aus Mittelamerika
Die Süßkartoffel ist nur entfernt mit der Kartoffel verwandt. Ursprünglich stammt diese Kulturpflanze aus Süd- und Mittelamerika. Von dort aus kam sie nach Afrika, wo sie ein Hauptnahrungsmittel darstellt. Dieses Knollengemüse ist ebenfalls sehr kohlenhydratreich und hat eine intensive rötliche Schale und ein orangefarbenes Inneres. Sie kann ebenfalls, wie die Kartoffel zubereitet werden und hat einen süßlichen Geschmack. Sie ist reich an Beta-Karotin, was die Vorstufe des Vitamin A ist. Außerdem besitzt sie einen Mineralstoffgehalt, beispielsweise Kalium, und ist dennoch sehr kalorienarm. Außer herzhaften Speisen, eignet sie sich durch die Süße auch wunderbar für Kuchen.
Topinambur- Die Diabetikerkartoffel
Ihr werden so einige gesundheitsfördende Eigenschaften zugeschrieben. So soll sie bei regelmäßigem Genuss, Stress reduzieren, das Wohlbefinden steigern und die Knochendichte steigern. Letzteres liegt daran, dass sie die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm fördert und erhöht. Für Diabetiker ist sie sehr gut geeignet, da sie statt Stärke das Speicherkohlenhydrat Inulin enthält, welches nicht verdaut wird und sich daher nicht auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. Wer keinen empfindlichen Magen hat, sollte sie möglichst mit Schale genießen, egal ob roh oder gegart, weil darin die meisten Nährstoffe enthalten sind.
Die Spargelbohne
Sie ist auch unter den Namen Chinesische Bohne oder Langbohne bekannt. Das kommt daher, dass diese Hülsenfrucht sehr auffällig lange Hülsen hat, die optisch mit Spargel verglichen werden. Sie sind grün, dünn, können aber bis zu einen Meter lang werden. Geschmacklich sind sie süßer als die Gartenbohne. Wenn sie gekocht werden, rollen sie sich Spagetti-artig zusammen. Man kann sie aber auch gut roh als frisches Gemüse in Salaten essen. Sie liefert außerdem viele Mineralstoffe, Rohfasern und ist sehr stärkehaltig.