Frühgeburt - Früherkennungstests decken Risiken auf

Sogenannte Früherkennungstests können heutzutage das Risiko einer Frühgeburt erkennen. Wie das ganze funktioniert kann hier in Erfahrung gebracht werden.


Für die Eltern ist es ein Drama: Gut 8 Prozent aller Kinder, rund 50.000 Babys pro Jahr, sind Frühgeburten. Sogenannte Frühchen kommen vor der Vollendung der 37. Schwangerschafts- woche zur Welt. Die Vollendung der 23. Schwangerschaftswoche gilt heute als Notwendigkeit für das Überleben eines frühgeborenen Babys mit medizinischer Hilfe. Dann hat das Baby eine Chance.

 

Frühgeburt mit Folgen

Teilweise haben diese Frühgeburten schlimme Folgen wie Atemstörungen, Infektionen oder sogar bleibende Geistes- oder Körperbehinderungen für das Kind. Auch motorische Störungen oder Lungenerkrankungen wie zum Beispiel Asthma, die sich erst in späteren Lebensjahren bilden, liegen oftmals in der Frühgeburt begründet. Ursache für die Frühgeburt ist oft eine unerkannte Scheideninfektion der Mutter.

 

Risiko für Frühgeburt ermitteln

Genau hier setzt ein Früherkennungstest an, den Schwangere ganz einfach zu Hause machen können, um das Risiko einer Frühgeburt auszuschließen. Der Test besteht aus einem Einmalhandschuh, auf dem eine Testfläche zur Messung des pH-Werts angebracht ist, der den Säuregrad der Scheidenfeuchtigkeit angibt, sowie einer Farbskala. Führt die Schwangere den Finger mit der Messfläche zwei bis drei Zentimeter in die Scheide ein, kann sie an der Farbe des Testfelds den pH-Wert ablesen. Werte über 4,7 deuten auf eine Scheideninfektion hin, die das Risiko einer Frühgeburt deutlich erhöht. Damit eine mögliche Infektion rechtzeitig erkannt und behandelt werden kann, werden zwei Tests pro Woche empfohlen, um eine Frühgeburt zu vermeiden.

 

Schnelltest rettet Leben

Erste Studien deuten darauf hin, dass mithilfe dieses Schnelltests rund ein Drittel weniger der besonders gefährdeten Frühgeburten unter 1.500 Gramm auf die Welt kommen. Die Handschuhe sind in der Apotheke erhältlich. Einige Krankenkassen wollen die Kosten jetzt im Rahmen von Modellversuchen erstatten. Nachfragen lohnt sich also und Frühgeburten aufgrund von Scheideninfektionen können beinahe ausgeschlossen werden. Eine günstigere, aber weniger praktische Alternative, um eine Frühgeburt zu vermeiden, sind pH-Messstäbchen aus der Apotheke, wie sie zum Beispiel auch für Urintests verwendet werden.