Frühlingsgefühle als natürliches Hormon-Doping

Frühlingsgefühle können nicht nur bei frisch Verliebten oder Paaren, sondern auch bei Singles auftreten. In der bunten Jahreszeit spielen Licht, Endorphine und sinkende Melatoninwerte eine besonders große Rolle in unserem Verhalten.


Der Frühling gehört zu der wohl schönsten Jahreszeit: Lilafarbene und zitronengelbe Krokusse stecken ihre Köpfchen aus der Erde, die Sonne sorgt für ein allgemeines Wohlbefinden und bei manchen Menschen für Frühlingsgefühle. Die Temperaturen steigen langsam und das andere Geschlecht ist nicht mehr unter wollenen Pullovern und dicken Schals versteckt. Für Singles ist der Frühling daher die ideale Jahreszeit, um zu flirten und vielleicht den Partner fürs Leben zu finden.

Macht der Hormone: Frühlingsgefühle

  • Eine maßgebliche Rolle spielen die Hormone, denn diese lösen die Frühlingsgefühle aus. Ihre Wirkung auf den Menschen wird sogar von den sogenannten Endokrinologen untersucht. Etwa seit den fünfziger Jahren weiß man, dass die Zirbeldrüse, ein kleines Organ zwischen den beiden Gehirnhälften, bei der Hormonproduktion eine große Rolle spielt.
  • Die Bildung von Hormonen und Botenstoffen wird durch den Einfall von Licht geregelt: Gelangt es über die Netzhaut via Auge ins Gehirn und somit auch in die Zirbeldrüse, läuft die Produktion auf Hochtouren. Im Frühling, wenn wieder zunehmend Licht einwirkt, wird nur wenig Melatonin, das Schlafhormon, gebildet. Die Folge: Kuschelbedürfnis und sexuelles Begehren steigen an. 
  • In den lichtärmeren Monaten hingegen wird mehr Melatonin gebildet: Die Sehnsucht nach Zweisamkeit und eben auch die Frühlingsgefühle nehmen wieder ab. Hinter diesem Zusammenhang aus Tageslicht, Melatoninproduktion und erotischen Gefühlen vermuten Wissenschaftler ein evolutionäres Überbleibsel. 

Jahreszeit der Verliebten

  • Wenn man von der Arbeit kommt oder mit Freunden einen Abstecher in den Biergarten unternimmt, begegnet man unweigerlich den frischverliebten Pärchen, die sich an den Händen halten und gar nicht genug voneinander bekommen können.
  • Doch was lässt uns so glücklich und himmelhochjauchzend fühlen, wenn wir frisch verliebt sind? Verantwortlich sind bestimmte Nervenbotenstoffe – die sogenannten Neurotransmitter, die jetzt verstärkt gebildet werden. Dopamin zum Beispiel, das Verliebten in eine Art Rauschzustand versetzt. Auch Serotonin, das dem Melatonin in chemischer Hinsicht sehr ähnlich ist, ist ein körpereigenes Rauschmittel. Für das typische Glücksgefühl und die Frühlingsgefühle sind aber die Endorphine verantwortlich.

Chance zum Flirten nutzen

  • Wenn die Natur blüht und wächst, ist der ideale Zeitpunkt gekommen, um zu flirten. Denn die zunehmende Sonneinstrahlung im Organismus löst Endorphine aus, weshalb die Menschen generell aktiver und gesprächiger werden. 
  • Viele Menschen haben nun bessere Laune und sind lockerer als sonst. Gehen Sie in den Biergarten oder den Park und bauen Sie Blickkontakt auf. Schnell entsteht ein erstes Gespräch – und wer weiß, vielleicht sorgen die Frühlingsgefühle sogar dafür, dass es auch bei Ihnen funkt?