FSJ im Ausland: Voraussetzungen und Möglichkeiten

Junge Menschen, die sich im Ausland sozial engagieren möchten, haben mit einem FSJ im Ausland die Möglichkeit, die Vielfalt der sozialen (Arbeits-)Welt zu entdecken.


Seit 1962 bietet das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) jungen Erwachsenen die Möglichkeit, soziales Engagement und berufliche Erfahrungen miteinander zu verbinden. Egal, ob man in einer gemeinnützigen Einsatzstelle im Inland oder in einer sozial-karikativen Einrichtung im Ausland arbeiten möchte, das FSJ bietet als Jugendfreiwilligendienst viele Möglichkeiten des Engagements. Als Bildungsdienst dient das FSJ neben der persönlichen Weiterentwicklung dabei vor allem der Verbesserung von Ausbildungs- und Erwerbschancen. Aus diesem Grund ist ein Auslands-FSJ mit einem pädagogischen Begleitprogramm verbunden, das dem Erwerb der jeweiligen Arbeitssprache und der allgemeinen Vor- und Nachbereitung des Auslandsjahres dient.

Der Weg zum FSJ im Ausland

  • Junge Erwachsene zwischen 18 und 27 Jahren, die ihre Vollzeitschulpflicht erfüllt haben, können sich für ein FSJ im Ausland bewerben. Obwohl die Teilnahme nicht an eine bestimmte Bewerbungsfrist gebunden ist und die Einsätze das ganze Jahr über beginnen, ist eine frühzeitige Auseinandersetzung mit den Entsende-Organisationen und der potentiellen Einsatzstelle ratsam.
  • Das Finden einer geeigneten Partnerorganisation ist essentiell für das Gelingen des FSJ, da diese sowohl für die Betreuung, das Rahmenprogramm, die Versicherung, die finanzielle Unterstützung und die Auswahl der Einsatzstellen verantwortlich ist. Wichtig ist dabei, dass die Organisation ihren Hauptsitz in Deutschland hat und sich bei der Durchführung des FSJ im Ausland am JFDG (Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten) vom Mai 2008 orientiert.

Ausgetauscht

  • Da man sich mit dem FSJ auch für eine Vollzeitbeschäftigung entscheidet, ist es wichtig, sich mit den genauen Zielen und der Arbeit in den jeweiligen Projekten auseinanderzusetzen. Ein FSJ im Ausland ist kein Urlaub und auch kein Schüleraustausch, sondern ein Freiwilligendienst, der von den Teilnehmern Eigenverantwortlichkeit, Teamfähigkeit und soziale Kompetenz verlangt.
  • Wer also nicht nur Sprache und Kultur im Gastland kennenlernen, sondern auch Verantwortung übernehmen möchte, sollte sich für ein FSJ im Ausland entscheiden. Im Gegenzug kann man Erfahrungen sammeln, von denen man ein ganzes Leben lang profitiert.
  • Obwohl ein FSJ im Ausland in der Regel nicht vom Bund gefördert wird, gibt es mittlerweile zwei Programme, die staatlich unterstützt werden. Zum einen kann man mit „Weltwärts“ einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ableisten und zum anderen im „Kulturweit“-Programm an einem kulturellen Freiwilligendienst des Auswärtigen Amtes teilnehmen.