Bei der Frühsommer- Meningoenzephalitis, die auch mit FSME abgekürzt wird, handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung des Gehirns oder der Hirnhäute. Auslöser ist das FSME-Virus, das sich durch Zeckenbisse übertragen kann. Die Erreger befinden sich im Speichel der Zecken. Bis zu 300 Erkrankungen werden in Deutschland jährlich neu gemeldet. Die Infektion mit dem Virus erfolgt fast immer in der Freizeit.
FSME Therapie
Nach Ausbruch der Krankheit gestaltet sich eine Therapie schwierig. Bei etwa 10 Prozent aller Erkrankten befällt der Virus auch das Nervensystem, was bei Patienten auch zu Spätfolgen führen kann. Dazu gehören Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und Psychosen. Lähmungen sind eher selten, können aber auftreten. In etwa 10 Prozent der Krankheitsfälle führt die Frühsommer-Meningoenzephalitis zum Tod. Daher wurde ein FSME Impfstoff entwickelt. Generell kann FSME von Mensch zu Mensch nicht übertragen werden.
Im Norden eher selten
FSME tritt in Deutschland aber nur in bestimmten Gebieten auf. Fast 90 Prozent aller Erkrankungen werden in Süddeutschland gemeldet. Zu den Risikogebieten gehören in erster Linie der Bayerische Wald, der Schwarzwald und auch das Gebiet rund um den Bodensee. Aber das Gebiet breitet sich aus und so wurden auch Krankheitsfälle aus dem Odenwald in Hessen gemeldet. Da sich die Hochrisikogebiete von Jahr zu Jahr ändern, sollte man sich über das Robert-Koch-Institut über die Gefahrenlage informieren und gegebenenfalls für den nötigen Impfschutz sorgen. Außerhalb von Deutschland zählen vor allem Österreich und die osteuropäischen Länder zu weiteren Risikogebieten. Auch das östliche Sibirien zählt dazu.
Achtung vor Zecken
Zur Übertragung von FSME auf den Menschen kommt es in erster Linie durch den Zeckenbiss. Zechen gehören zu den Parasiten, die sich vom Blut ihres Wirtes ernähren. Dabei kommt es zu einer Übertragung mit dem FSME-Erreger. Vor allem Waldarbeiter und Förster, die sich berufsbedingt öfters im Wald aufhalten, sollten sich daher gegen FSME impfen lassen. Man muss jedoch nicht gleich bei jedem Zeckenbiss panisch reagieren. Selbst in Risikogebieten sind nur etwa 0,2 bis 5 Prozent der Zecken mit dem FSME-Erreger infiziert.
Die Symptome
Die Erkrankung äußert sich anfangs durch Symptome wie Fieber, Kopf – und Muskelschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Bauchschmerzen und Durchfall. Erst in der zweiten Phase kommt es dann zur Hirnhautentzündung. Symptome dafür sind Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Schwindel, Übelkeit und Nackensteife. Bei etwa 40 Prozent der Patienten kommt es auch zu Lähmungen und Zittern, das auch von Bewusstseinsstörungen begleitet werden kann. Nur selten kommt es zu einer Entzündung des Hirn- oder Rückenmarkgewebes.
Frühzeitig impfen
Studien haben festgestellt, dass Kinder generell seltener an FSME erkranken und auch der Krankheitsverlauf bei ihnen wesentlich leichter ist. Fast immer kommt es zu einer Heilung und auch Folgeschäden bleiben aus.
Die sicherste vorbeugende Impfung gegen FSME sollte in den Wintermonaten erfolgen, denn dann verfügt man schon zu Beginn der saisonalen Zeckenaktivität über einen wirksamen Impfschutz. Neben dem Tragen von langer Kleidung sollten Sie sich auch nach einem Aufenthalt im Wald nach Zecken absuchen.