Führerschein abgeben - was nun?

Wer auf sein Auto angewiesen ist und seinen Führerschein abgeben muss, sollte sich rechtzeitig Gedanken um die Organisation machen.


Ab 18 Punkten muss ein Autofahrer den Führerschein abgeben – und die sind schneller erreicht, als viele denken. Mehrfach geblitzt zum Beispiel, summieren sich die Punkte sehr schnell. Daneben führen eklatante Missachtungen der Straßenverkehrsordnung oder Alkohol und Drogenmissbrauch zum sofortigen Verlust der Fahrerlaubnis. Wer in die missliche Lage gekommen ist, sollte frühzeitig seinen Tagesablauf organisieren, damit er die Zeit ohne Auto reibungslos übersteht.

Möglichkeiten, die Führerscheinabgabe zu verzögern

  • Den Führerschein abzugeben ist in der Regel bitter, viele Selbstständige und Freiberufler, aber auch Angestellte, sind auf die Fahrerlaubnis angewiesen. Stehen sie plötzlich ohne da, glauben sie, dass die Welt untergeht. Wird der Führerschein zum Beispiel wegen Drogen- oder Alkoholmissbrauch mit Unfallfolge mit sofortiger Wirkung entzogen, hat der Autofahrer wenig Spielraum, doch in den meisten Fällen gibt der Gesetzgeber den Führerscheininhaber genügend Zeit bis zur Abgabe um den Tagesablauf neu zu organisieren. Er gestattet innerhalb einer vorgegebenen, meist recht langen Frist, die freie Wahl des Zeitpunktes.
  • Hängt zum Beispiel die Existenz an der Abwicklung eines Auftrags und ist das Auto dafür unverzichtbar, hat der Führerscheininhaber die Möglichkeit, bei Gericht eine Fristverlängerung zu beantragen. Ist der Antrag ausreichend begründet, wird ihm in der Regel stattgegeben. Sehr gut kann der Autofahrer während der Urlaubszeit oder auch während eventueller Betriebsferien rund um Weihnachten, den Führerschein abgeben, damit verkürzt er den Zeitraum ohne die Fahrerlaubnis auf relativ angenehme Art und Weise.

Organisationstipps beim Führerscheinverlust

  • Als Allererstes sollte eine Liste der Orte aufgestellt werden, die für gewöhnlich nur mit dem Auto erreichbar sind. Hier finden sich normalerweise Alternativen, über die ein Autofahrer nicht nachdenkt. Die Ziele der öffentlichen Verkehrsmittel sind weiter verbreitet als die meisten denken, Fahrgemeinschaften eine andere Möglichkeit.
  • Zu beachten sind die Kosten, die Preise für Monatskarten liegen umgerechnet deutlich unter dem Preis einer Tageskarte, auch der Zeitaufwand ist relevant und zu berücksichtigen. Das etwas peinliche Eingeständnis des Verlustes der Fahrerlaubnis im Kollegenkreis, kann ebenfalls durchaus sehr hilfreich sein. So mancher Arbeitskollege ist bereit, einen kleinen Umweg zu fahren, wenn er von dem Problem weiß.
  • Für Fahrten in den Nahbereich wird am besten das gute alte Fahrrad wieder in den Dienst genommen, wobei Inliner ebenfalls nicht zu verachten sind. Stehen größere Einkaufstouren an, findet sich sicher ein guter Freund oder Bekannter, der ab und zu den Chauffeur spielt. Eine nicht ganz so günstige Alternative für Einzelveranstaltungen ist das Taxi, das auch im ländlichen Bereich nachts verfügbar ist. Wer seinen Führerschein abgeben muss, kann mit etwas Fantasie die Zeit bis zum Rückerhalt durchaus überbrücken.