Führerschein-Kosten kalkulieren - eine Übersicht

Die Führerschein-Kosten zu kalkulieren ist nicht einfach – sowohl die eigenen Fähigkeiten als auch die örtlichen Gegebenheiten schlagen sich im Endpreis nieder.


Wer seine Führerschein-Kosten kalkulieren möchte, steht vor der Frage, wie schnell er die Beherrschung eines Fahrzeuges und der Verkehrsregeln erlernt. Es gibt keinen Pauschalansatz, die Preise hängen sowohl von den Fähigkeiten der Fahrschüler als auch den Preisen der Fahrschulen ab. Neben den Fahrstunden kommen noch einige Kosten hinzu, die nicht vergessen werden dürfen.

Führerscheinkosten – was grundsätzlich zu berechnen ist

  • Zum Führerschein-Kosten kalkulieren gehört neben den Fahrstunden auch die Hinzurechnung der Verwaltungskosten der Prüfungsstelle sowie die Gebühren für verschiedene Bescheinigungen. Der zwingend vorgeschriebene Erste-Hilfe-Kurs liegt derzeit bei ungefähr 20 Euro, ein Passfoto schlägt mit 6 bis 10 Euro zu Buche, ein Auszug aus dem Verkehrszentralregister mit rund 4 Euro. Die Straßenverkehrsbehörde verlangt aktuell für die Antragsprüfung und –bearbeitung um die 5 Euro und die Herstellung des Führerscheins sowie die Erteilung der Fahrerlaubnis um die 35 Euro.
  • Dazu kommen die Gebühren der Prüfungsorganisationen wie DEKRA oder TÜV, die für die Theorie circa 12 Euro rechnen und für die praktische Prüfung nochmals um die 90 Euro verlangen. Der für den Führerschein notwendige Sehtest wird von den Augenärzten mit ungefähr 40 Euro veranschlagt. Kommen noch Ausbildungsmaterial wie Bücher oder Computerprogramme von um die 100 Euro hinzu, belaufen sich die Kosten ohne die Anmeldung bei einer Fahrschule, geschweige denn die Theorie- und Fahrstunden auf rund 300 Euro. Wer also seine Führerschein-Kosten kalkulieren möchte, darf diese Nebenkosten nicht unterschätzen.

Der dickste Brocken beim Führerschein – die Fahrschulkosten

  • Fahrschulen unterliegen keinen Preisregularien, sie können ihre Gebühren selbst bestimmen. Das führt dazu, das ein Führerschein in der Stadt deutlich teurer sein kann als auf dem Land und in Bayern mehr kostet als in Mecklenburg-Vorpommern. Lediglich die Prüfungskosten selbst regeln sich nach einer Gebührenordnung.
  • Die Menge der Fahrstunden hängt überwiegend von den Fähigkeiten des Fahrschülers und von der Qualität der Fahrschule ab, sodass günstige Stundensätze einer schlechten Fahrschule im Endeffekt teurer sein können, als bei einem nicht ganz so preiswerten, dafür aber kompetenten Konkurrenten.
  • Für den Führerschein Klasse B sowie den Motorradführerschein sind bei der Theorie zwölf Doppelstunden sowie zwei Doppelstunden für Zusatzstoff (Motorrad vier Doppelstunden) vorgeschrieben, wobei die Kosten für die Theoriestunden normalerweise in den Fahrschulgebühren enthalten sind. Praktisch müssen fünf Stunden Überlandfahrt, vier Stunden Autobahnfahrt sowie drei Stunden Nachtfahrt nachgewiesen werden, also insgesamt mindestens zwölf Stunden, eine Pflicht zur Stadtfahrt besteht nicht.
  • Um die minimalsten Führerschein-Kosten kalkulieren zu können, muss also der Stundensatz der Fahrschule mit den Mindeststunden multipliziert und im Anschluss zu der Grundgebühr und den Verwaltungskosten addiert werden.