Führerschein-Schnellkurs absolvieren - Vor- und Nachteile

Um möglichst schnell zu einer Fahrerlaubnis zu kommen, möchten viele einen Führerschein-Schnellkurs absolvieren – doch das hat nicht nur Vorteile.


Wer einen Führerschein-Schnellkurs absolvieren möchte, muss sich darüber im Klaren sein, dass er das Wissen, das für die Prüfung nötig ist, in kürzester Zeit beherrschen muss und keine Muße hat, die erworbenen Kenntnisse so lange zu wiederholen, bis sie wirklich perfekt sitzen.

Vorteile eines Führerschein-Schnellkurses

  • Einen Führerschein-Schnellkurs zu absolvieren erfordert zwar viel Disziplin, hat aber auch einige Vorteile. So kann ein solcher Intensivkurs in den Ferien oder im Urlaub durchgeführt werden, wodurch das wochenlange ständige Aufsuchen der Fahrschule entfällt. Die 14 Pflichtstunden (beim Motorradführerschein 16 Pflichtstunden) der Theorie blockieren nicht über einen langen Zeitraum einen Abend pro Woche, der sonst für andere Aktivitäten genutzt wird, die Terminplanung für die Praxisstunden entfällt ebenso.
  • Durch den komprimierten Unterricht wird der Stoff in kurzer Zeit gelehrt und im Anschluss in der Praxis geprobt, was einen hohen Lernerfolg verspricht. Ein weiterer Vorteil ist der enge Kontakt mit dem Fahrlehrer, der sich schnell auf jeden einzelnen Schüler einstellen kann und nicht jede Woche neu überlegen muss, wo die Schwächen gerade dieses Schülers in der Vergangenheit lagen.
  • Das ermöglicht dem Fahrlehrer gezielt auf Probleme einzugehen, ein individuelles Programm zusammenzustellen und die Fortschritte genau zu beobachten. Treten neue Fehler auf, kann er die Ursachen dafür besser abschätzen. Wer einen Führerschein-Schnellkurs absolvieren möchte, sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass er in dieser Zeit permanent unter Beobachtung steht.

Nachteile eins Crash-Kurses

  • Ein Führerschein-Schnellkurs verlangt ein hohes Maß an Konzentration. Über den ganzen Tag strömen Daten und Fakten auf den Schüler ein, die er am nächsten Tag beherrschen soll. Es gibt während des Kurses weder Entspannungspausen noch Freizeit, das Programm ist extrem straff, der Unterricht ist anstrengend und die Pausen sind kurz. Ein eindeutiger Nachteil der Intensivkurse ist, dass sie in der Regel in ländlichen Regionen sattfinden und kaum Stunden im Stadtverkehr anbieten. Muss der Führerscheinneuling sich dann in einer Stadt bewegen, ist Stress vorprogrammiert, fehlen ihm doch die Übungsstunden im dichten Verkehr.
  • Hinzu kommt, dass ein Crash-Kurs in der Regel deutlich teurer ist, als die reguläre Ausbildung, denn neben den Fahrstunden und den Gebühren sind häufig noch Unterbringung und Verpflegung nötig. Wer also einen Führerschein-Schnellkurs absolvieren möchte, muss bereits im Vorfeld die Kosten sehr genau kalkulieren. Eine Pause aufgrund eines finanziellen Engpasses ist im Gegensatz zum „normalen“ Unterricht in einer Fahrschule nicht möglich.
  • Ganz wichtig für einen Schnellkurs ist, dass sämtliche Unterlagen bereits im Vorfeld bei der Fahrschule vorliegen sollten. Insbesondere die Bescheinigung über die Teilnahme am Erste-Hilfe-Kurs, sowie der Sehtest, damit der Fahrschüler nach bestandener Prüfung nicht noch lange auf seinen Führerschein warten muss.