Führerschein verloren - was nun?

Wer den Führerschein verloren hat, sollte einen kühlen Kopf bewahren und die Behördengänge schnellstmögliche erledigen.


Wenn der Führerschein verloren geht, ist das für die meisten Personen erst einmal ein großer Schock. Immerhin darf man ohne den Fahrausweis im Straßenverkehr kein Fahrzeug führen. Und davon hängt heutzutage bei vielen auch die berufliche Zukunft ab. Zum Glück ist der Weg zum Ersatzführerschein in Deutschland relativ einfach und kostet nicht die Welt.

Den Ersatzführerschein beantragen

  • Melden Sie sich schnellstmöglich und persönlich mit den folgenden Unterlagen bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde, um einen Ersatzführerschein zu beantragen:
    1.) Reisepass oder Personalausweis
    2.) Aktuelles, biometrisches Lichtbild (Maße: 45x35mm)
    3.) Eidesstattliche Versicherung, dass der Führerschein wirklich verloren wurde
    (Kann direkt bei der Fahrerlaubnisbehörde oder beim Notar gemacht werden)
    4.) Eventuell Karteikartenabschrift

 

  • Wurde der verlorene Führerschein von einer anderen Fahrerlaubnisbehörde erstellt, muss eine so genannte Karteikartenabschrift erfolgen. Diese beantragt man bei der Fahrerlaubnisbehörde, die den Führerschein ausgestellt hat.
  • Nun kann es vier bis sechs Wochen dauern, ehe der neue Fahrausweis fertig ist. Aber keine Panik: Für die Wartezeit erhalten Sie einen vorläufigen Führerschein. Bei einer Kontrolle können Sie so nachweisen, dass Sie Ihren Führerschein verloren haben.
  • Sie können sich stattdessen aber auch von der Führerscheinmitführpflicht befreien lassen. Dies kostet dann um die 11 Euro. Wurde der Führerschein Ihnen jedoch gestohlen, sieht das Prozedere etwas anders aus.
  • Der Diebstahl muss der Polizei gemeldet werden. Hier erhält man eine Diebstahlbescheinigung, die als Fahrerlaubnis gültig ist, bis der neue Führerschein ausgestellt wurde. Sie dient auch als Ersatz für die eidesstattliche Versicherung.

Die letzte Hürde zum neuen Führerschein

  • Ist der Ersatzführerschein eingetroffen, wird eine schriftliche Benachrichtigung an den Antragsteller geschickt und dieser kann (unter Vorzeigen von Personalausweis oder Reisepass) abgeholt werden.
  • Wer hierfür keine Zeit hat, kann auch einen Bevollmächtigten zur Abholung schicken. Dieser muss dann eine unterschriebene Vollmacht mitbringen. Wie teuer es letztlich wird, hängt davon ab, ob man seinen Führerschein durch Diebstahl oder eigenes Verschulden verloren hat.
  • Bei einem Diebstahl zahlen Sie lediglich 35 Euro. Sind Sie aber selbst verantwortlich und haben Ihren Führerschein verloren, muss zudem die eidesstattliche Versicherung bezahlt werden. Hierbei handelt es sich um mindestens 30,70 Euro zusätzlich.