Für lange Filmabende: DVDs

Erst vor etwa zehn Jahren trat die DVD ihren Siegeszug an. Heute ist die flache Scheibe kaum mehr wegzudenken.


Sie sieht aus wie eine CD, hat aber deutlich mehr Speicherplatz – die DVD. Die Abkürzung steht für Digital Versatile Disc, was soviel heißt wie „digitale vielseitige Scheibe“. In nur kurzer Zeit hat die DVD die Videokassette abgelöst. DVDs und dazugehörige Abspielgeräte sind seit Ende der neunziger Jahre auf dem Markt. Die Hersteller setzten jedoch einen Regionalcode durch, sodass man beispielsweise keine DVDs aus den USA auf heimischen DVD-Playern anschauen kann. Die Filmindustrie befürchtete nämlich Umsatzbußen, da in Amerika Filme oft Monate vorher erscheinen.

Viele gute Gründe für die DVD
Waren die ersten DVDs noch sehr teuer, sind die Preise heute deutlich gefallen. DVDs sind nicht nur wegen der hohen Bildqualität so beliebt, sondern auch weil sie deutlich mehr Möglichkeiten als eine Videokassette bieten. Statt ewigem Spulen kann man mit ein paar Handgriffen schnell Kapitel im Film anwählen. Wer mag, kann den Film in Originalsprache sehen oder Untertitel einstellen. Oft sind noch zusätzliche Extras auf der DVD zu finden, wie zum Beispiel verpatzte oder zusätzliche Szenen, ein Making Of des Films oder Interviews mit dem Regisseur und den Hauptdarstellern.

DVDs brennen
Heute lassen sich DVDs auch ohne großen Aufwand selbst brennen. Im Jahr 1999 kamen die ersten DVD-Brenner auf den Markt. Diese waren damals jedoch noch sehr teuer. Heute sind DVD-Brenner schon in modernen Computern integriert, dazu braucht man nur ein Brennprogramm. DVD-R und DVD+R sind einmal beschreibbare Rohlinge. Tragen DVDs die Kennzeichnungen DVD-RW, DVD+RW oder DVD-RAM sind sie mehrmals beschreibbar. Vor dem Brennen sollte man sicher sein, dass die gewählten DVDs mit dem eigenen DVD-Player kompatibel sind. Denn nicht alle Formate lassen sich auf dem DVD-Player abspielen.

DVDs ausleihen
Neben den altbekannten Videotheken kann man DVDs heute auch problemlos im Internet leihen. Oft ist die Auswahl deutlich größer als in herkömmlichen Videotheken. Die DVDs werden bequem nachhause geliefert und dann einfach zurückgeschickt. Das Porto wird nur von einigen Onlinevideotheken übernommen, deshalb sollte man die verschiedenen Anbeiter sorgfältig miteinander vergleichen. Oft bieten die Firmen spezielle Verleihmodelle an. So kann man beispielsweise für zehn Euro vier Filme oder 14 Filme für 30 Euro leihen. Oft kann man die Filme deutlich länger behalten als bei traditionellen Videotheken. Dafür muss man bei fast jedem Anbieter ein Abonnement abschließen, ein Einzelverleih ist in den meisten Fällen nicht möglich.