Füße warm halten

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Gesundheit der Atemwege eng im Zusammenhang mit den Füßen steht. Deshalb sollte man die Füße warm halten, um eine Erkältung nicht herauf zu beschwören.


Mediziner haben einen Zusammenhang zwischen den Füßen und dem Hals-Nasen-Rachen-Raum nachweisen können. Demnach kommt es zu einer Art Rückkopplung zwischen den unteren Extremitäten und der Rachenschleimhaut. Wenn es also zu einer Unterkühlung der Beine und Füße kommt, drosselt das vegetative Nervensystem auch die Durchblutung der Atemwege. Folglich sinkt die Abwehrbereitschaft der Schleimhäute, Krankheitserreger können sich viel schneller einnisten als in einer gut durchbluteten Schleimhaut.
Die Devise, vor allem in den kalten und regenreichen Herbstmonaten, lautet daher: Füße warm halten! Wasser- und witterungsbeständiges Schuhwerk ist Pflicht, wenn eine Erkältung keine Chance haben soll. Ein idealer Schuh hat eine dicke Sohle, die als Polster zwischen dem Fuß und dem kalten Untergrund dient.

Fußbäder
Wenn es Sie aber dennoch erwischt hat, sollten Sie nun gesteigerten Wert auf Ihre Fußpflege legen. Wenn Ihre Füße es schön warm haben, werden sich die entzündeten Schleimhäute bald regenerieren. Eine Methode, um die Füße während einer Erkältung warmzuhalten, ist ein Fußbad. Dieses entfaltet seine Wirkung am besten, wenn die Wassertemperatur langsam gesteigert wird, weshalb man diese Form auch ansteigendes Fußbad nennt. Die Vorteile eines Fußbads liegen klar auf der Hand: Dem Körper wird intensiv Wärme zugeführt, somit wird auch die Durchblutung der oberen Atemwege gesteigert.

So geht’s
Stellen Sie sich eine große Schüssel – auch eine Fußbadewanne eignet sich hervorragend – bereit und füllen Sie diese mit warmem Wasser, das bis etwa zu den Waden reichen sollte. Zu Beginn sollte das Wasser eine Temperatur zwischen 35 und 36 Grad haben, alle zwei bis drei Minuten füllen Sie das Wasser mit heißem Wasser auf, sodass der Schüsselinhalt schließlich eine Temperatur von 41 Grad aufweist. Nach dem Fußbad, welches eine Dauer von 15 Minuten möglichst nicht überschreiten sollte, trocknen Sie Ihre Füße gut ab und ziehen Sie warme Socken an. Je nach Ihrem Wohlbefinden können Sie sich nun bewegen oder sich etwas Ruhe im Bett gönnen.

Grundsätzlich sollte ein Fußbad nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen durchgeführt werden, da es die Durchblutung stark anregt und so für einen unruhigen Schlaf sorgen könnte.

Essig-Strümpfe nach Kneipp
Bereits Pfarrer Kneipp kannte die Geheimnisse des Essigs. Seine legendären Kneipp-Strümpfe sind ein wahres Wundermittel gegen Erkältungen allgemein und Fieber im Besonderen. Wenn der Körper glüht und nichts anderes mehr hilft, sollten Sie diesem alten Hausmittel eine Chance geben. Denn die Strümpfe entziehen dem Körper Wärme, regen gleichzeitig die Durchblutung an und fördern zudem den Schlaf.
Füllen Sie hierzu eine Schale mit 36 Grad warmem Wasser und geben Sie 2 Esslöffel Essig hinzu. Nun tränken Sie Baumwollstrümpfe in der angerührten Flüssigkeit und wringen diese anschließend aus. Ziehen Sie die so vorbereiteten Strümpfe an und bedecken Sie die Füße nun mit wärmenden Wollsocken. Die optimale Einwirkzeit liegt zwischen 45 und 60 Minuten.
Bei Bedarf können Sie die Prozedur bis zu drei Mal täglich wiederholen.