Hinter dem Begriff Funktionslebensmittel verstecken sich Nahrungsmittel, die mit bestimmten Nährstoffen angereichert werden und dadurch einen höheren Nutzen für den Verbraucher haben sollen. Sie sollen leistungs- und gesundheitsfördernd sein. Die häufigsten Zusatzmittel bei der Anreicherung der Lebensmittel sind Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, Fettsäuren, Ballaststoffe, Pro- und Präbiotika.
Effekt nachgewiesen?
Überall in unserem Alltag sehen wir Lebensmittel, die mit den Aufschriften „probiotische Kulturen“, „verdauungsfördernd“, „funktional“, „gesund und lecker“ um die Gunst der Verbraucher werben. Einige von uns kaufen diese Lebensmittel bewusst, wegen der angeblichen gesundheitsfördernden Wirkung, andere kaufen diese Produkte, weil sie sie einfach lecker finden. Welche Motivation beim Kauf solcher Artikel die richtige ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Was steckt hinter Functional Food?
Wie sich diese mit Zusatzstoffen angereicherten Lebensmittel langfristig auf unsere Gesundheit auswirken, ist wissenschaftlich noch nicht belegt. Studien, die solche Nachweise liefern würden, wären sicher sehr umfangreich und somit auch kostenintensiv. Die Wirkung der einzelnen Zusatzstoffe ist jedoch in Laborversuchen nachgewiesen worden.
So sollen Pro- und Präbiotika verdauungsfördernde Kräfte haben und sich somit positiv auf die Darmflora auswirken. Die Fettsäuren, zum Beispiel Omega-3-Fettsäuren, die oft Brot und Eiern zugesetzt werden, stehen im Verdacht, das Risiko von Herz- und Kreislauferkrankungen zu senken. Spurenelemente, Vitamine und Mineralstoffe sorgen für eine Verbesserung des Allgemeinbefindens und sollen eine Steigerung der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit bringen.
Vorreiter Japan
Im Vergleich zu zum Beispiel Japan ist die Diskussion über Funktionslebensmittel in Deutschland noch recht jung. Japan gilt als das Vorläufer-Land bei Functional food. Im Gegensatz zu Deutschland, wo die rechtliche Stellung von Funktionslebensmitteln nicht eindeutig geklärt ist, haben Japaner bestimmte Konditionen, die die angereicherten Produkte erfüllen müssen. Nur Produkte, die unter anderem nachweisbar bestimmten Krankheiten vorbeugen oder die Immunkräfte stärken, dürfen Funktionsmittel genannt werden und das FOSHU-Siegel (FOSHU für Englisch: Foods Of Specific Health Use, zu Deutsch: Nahrungsmittel mit nachgewiesenem gesundheitlichen Nutzen) tragen.